Das Haus mit dem Baum.
Zum Thema LOHAS [“Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert”] kann man nicht genug berichten.
Erstens, weil es bei uns in Deutschland erst vergleichsweise kürzlich auftauchte und noch vieler Erklärungen, Aufklärungen und Tipps bedarf. Schließlich geht es um die Fragen, was bedeutet LOHAS für mich selbst als Mensch, für meine Familie, meine Firma, meine Produkte und Dienstleistungen, was bedeutet es für die zukünftige Lebensgemeinschaft aller Menschen, politisch, religiös, ethisch oder moralisch.
Zweitens, weil es gar nichts wirklich Neues ist, sondern lediglich einer richtigen Lebenseinstellung einen modernen Namen gegeben hat, den Viele schon für sich und für die Gemeinschaft praktizieren. [In den USA ist LOHAS seit über 10 Jahren aktuell]. Über diese vielen Tätigkeiten, Personen und Unternehmen, möchte ich ab und an berichten, getreu dem Motto “Tue Gutes und sprich darüber”.
Drittens, soll mein Tun natürlich motivierenden Charakter haben. Einmal für mich selbst, um mich in Frage zu stellen und Positionskorrekturen vorzunehmen, wo sie notwendig sind. Andererseits, möchte ich aber selbstverständlich auch “Ahnungslose” auf die LOHAS Seite ziehen und sie mit meiner Leidenschaft anstecken. Ich könnte mir gut vorstellen, dass durch meine Tätigkeit als beratender Werbeprofi auch Situationen aufkommen, in denen ich gemeinsam mit Kunden “neue Produkte” diskutiere, die die Welt ein ganz kleines bisschen besser machen.
Vor Jahren hatte ich so einen Fall. Ich sollte für einen Fertighaushersteller ein USP, also ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Gerade in diesem Segment tummeln sich zahlreiche Produzenten, die für den Verbraucher keine wirkliche Diversifizierung aufzeigen. Bei der inneren Betrachtung der Problematik, entwickelte sich eine Szenerie von Neubauvierteln, die allesamt unfertig und ungemütlich aussahen. Warum war das so? Was störte bzw. fehlte denn hier? Ganz einfach: In Neubaugegenden gibt es meistens keine Begrünung. Außer der deutschen Standardwiese und ein paar lächerlichen Quotenblümchen aus dem Supermarkt. Also überzeugte ich den Kunden, BÄUME direkt mit zu verkaufen! Es entstand der Claim “Kundenname DAS HAUS MIT DEM BAUM”. Und in Hamburg gab es seinerzeit eine Versandbaumschule, die Bäume bis zu 8 Metern Höhe verschickten. Es schlug ein wie eine Bombe. Und viele Bauherren nutzten diese Option und kamen so an ihren eigenen Hausbaum, der bei unseren Ahnen zudem Standard war.
Gewiß, nur ein kleiner Schritt, aber einer, in die richtige Richtung. Und wenn jeder Mensch in der Gesamtheit, Millionen von ganz kleinen Schritten macht, wird die Welt unserer Kinder doch noch eine großartige. Schönes Wochenende allerseits…:::

Meinungen, Fakten und Geschichten, beobachtet und vorgestellt von Det Mueller, nachhaltig denkender Mensch, Künstler (Mario van Middendorf), Autor und Ex-Werbeprofi aus Köln. Herzlichen Dank an jetzt 15.000 Leser monatlich...