Grünes Licht: Nic Frances.
Donnerstag, 19. Jul 2007 13:00 von Det Mueller

Warum Gutes tun und das “nur” ehrenamtlich? Warum muß soziale Hilfe fast immer an Non-Profit gekoppelt sein? Warum ist der Glaubenssatz “soziale und ökologische Probleme zu lösen sei teuer und schade der Wirtschaft” immer noch weit verbreitet? Der englische Unternehmer Nic Frances (45) hat bewiesen, dass dem nicht so sein muß. Im Gegenteil, er hat Millionen umgesetzt, wurde von der Queen zum “Member of the British Empire” ernannt und auf dem World Economic Forum in Davos zum beachteten Star. Was hat er getan?…
Als in England ein Gesetz erlassen wurde, das untersagte, alte Kühlschränke einfach auf Müllkippen zu entsorgen, ging der begeisterte Freizeit-Bandleader in den ärmsten Teil von Liverpool und startete zunächst eine Wohlfahrtseinrichtung. Sein FRC (Furniture Resource Center) bot der Stadt an, Kühlschränke einzusammeln, die problematischen Gase zu recyceln, brauchbare Geräte repariert (durch arbeitslose Elektriker) weiterzuverkaufen und den Rest umweltverträglich zu entsorgen. Gleichzeitig entstanden so marktfähige Profit-Center: Aus Müllentsorgung, Sozialkasse und Arbeitslosenhilfe wurde eine Trainingseinrichtung, Arbeitsvermittlung und billige Einkaufsmöglichkeiten für Benachteiligte geschaffen.
Aber das dicke Ding kommt noch. 1998 zog er der Liebe wegen nach Australien. Sein Traum, sich der Klimakatastrophe mit Gewinnorientierung entgegenzustellen sollte sich hier verwirklichen. Er gründete die Firma “Easy being green” und startete seine erste Glühbirnenaktion: Unterstützt von 120 studentischen Hilfskräften, die Energiesparlampen in einer befristeten Aktion gratis an Haushalte verteilten, wurden in Sydney und New South Wales innerhalb nur eines Monats drei Millionen Tonnen Klimagas eingespart. Ihm spülte dies 23 Millionen Euro in seine Kassen. Das System: Die Haushalte tauschen die Birnen aus, die Menge an CO2, die so gar nicht erst entsteht, wird zertifiziert und im internationalen Emissionshandel verkauft. Mit dem Gewinn werden neue Energiesparlampen gekauft und in weiteren Städten verteilt. Sein Ziel ist, in den kommenden 2 Jahren alle Glühbirnen dieser Welt durch Energiesparlampen zu ersetzen.
Dafür gründete er das global aktive Unternehmen “CoolNRG” mit Aussicht auf sicherlich hohen Profit. Allein in Europa wird der Markt für handelbare CO2 Zertifikate auf 22 Milliarden Dollar beziffert. Und Studien zufolge könnten in Deutschland 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden, wenn Haushalte und Dienstleister auf Energiesparlampen umsteigen würden. Da hat Herr Frances noch viel Arbeit vor sich…:::
Quelle: Handelsblatt Weekend, Nr. 133, Homepage “Easy Being Green” und andere.
[…] Eine tolle inspirierende Erfolgsstory … gefunden im Lohas Blog! […]
Danke für diesen interessanten Bericht … ich freu mich grad total darüber, dass man mit “so einem Ökoprojekt” RICHTIG viel Umsatz machen kann … toll!!!!
Na, und ich bin Deiner Freude gefolgt und auf Deinem Blog gelandet liebe Ulrike, habe feststellen dürfen, dass Du sehr schöne Beiträge hast und mich sogar in Deine Blogroll aufgenommen hattest. So hat Nic Frances auch unsere Tage “erhellt” - sogar ganz ohne Glühbirnen…
Danke. Det
Hallo Det,
DANKE :-)))
)
Ja, der Herr hat ne enorme Reichweite … er hat sich die Millionen wirklich verdient
War das nun der Verdienst im ersten MONAT? (beschäftigt mich grad sehr, die Frage
Fröhliche Grüße, Ulrike
[…] LOHAS-Blog - gesammelte Beobachtungen zum Wertewandel Lesetipp: LOHAS SPORTWAGEN Lesetipp: Grünes Licht: Nic Frances […]
[…] in keinem Widerspruch zu den LOHAS Werten. Bestes Beispiel dafür ist Nic Frances, über den ich hier<<< berichtet hatte. Sicherlich räume ich aber ein, dass die ein oder andere Firma als […]