LOHAS Konferenz: Ein Bericht.

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Gemeinsam mit meinem Freund Wolff Horbach vom faktor-g Blog fuhr ich gestern die 465 regennassen Kilometer nach Frankfurt und zurück, um der herzlichen Einladung von Gastgeber und Moderator Christoph Harrach (auf der Bühne) zur Ersten LOHAS Konferenz zu folgen. Über 100 Menschen (!) folgten gespannt den zwei sehr guten Vorträgen [Dr. Eike Wenzel, Fred Grimm), einem ungewöhnlichen (Harry Otto) und einem – auch das sei gesagt – grottenschlechten Beitrag ausgerechnet einer werbetreibenden Kollegin aus Berlin…

Nachhaltigkeit, Werbung im Zeitalter von LOHAS, Sinn und Unsinn des LOHAS Gedankens und dem damit verbundenen Wertewandel in unserer Gesellschaft – für jeden war etwas dabei. Das Publikum war bunt gemischt: sehr viele Blogger und Kenner der Szene, aber auch jede Menge Menschen, die von LOHAS noch nie etwas gehört hatten. Insofern wurde man als intensiver LOHAS Aktivist leicht enttäuscht, denn viel Neues konnte ich nicht erfahren. Wer aber noch nie von LOHAS gehört hatte, lernte natürlich aus der Studie des zukunftsInstitutes oder erfuhr in dem herzerfrischenden Beitrag von Fred Grimm über „die persönliche Chance, durchs Shoppen die Welt zu verbessern“. Alles in allem, eine runde Sache.

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Wie immer bei solchen Veranstaltungen, geschehen viele der relevanten Kontakte und der Austausch von Ideen hinter den Kulissen, in der Pause oder beim üblichen cometogether.

So entdeckte ich herwig Danzer, den unglaublich aktiven Nachhaltigskeits-Möbelbauer aus Franken (Foto mit Kamera), den Initiator der Zunft AG Christoph Hinderfeld, den Nürnberger Nicht-Diät-Erfahrungsspezialisten Horst Klier, den sympathischen Eventkocher Hans-Gerd Staschewski von regional+gut, der vor lauter Ideen nur so leuchtete, und natürlich den schon vorher sehr geschätzten Blog-Kollegen Burkhard Schneider vom best-practice Blog, der berufsbedingt, den Dingen immer einen ansprechend pekuniären Sinn geben möchte – wie er lachend betonte.

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Aber auch neue Gesichter und Namen ergänzten die wertschätzende Runde: so durfte ich Andrea Gecmen-Waldek [Foto mitte, eingerahmt von Wolff Horbach (re) und mir (li)] aus Mondsee in Österreich kennenlernen, die in ihrer fröhlichen und kompetenten Art begeistert ihre Erstausgabe von „Imagine, Das Zukunfts-Magazin“ vorstellte, in dem es von LOHAS nur so wimmelt, denn auch „Fische weinen salzige Tränen“…

Fazit für den LOHAS aktiven und kulturell Kreativen Det Mueller: Die Konferenz war gut und wichtig. Christoph Harras gebürt Respekt für die gelungene Organisation und Durchführung. Für aktive LOHAS Blogger fehlte mehr Input durch kürzere und weitgreifendere Beiträge auch anderer LOHAS Sparten. Für LOHAS Anfänger, war es eine Möglichkeit zum guten Einstieg in die LOHAS Welt. Grundsätzlich war es ein gelungener Abend mit genügend Raum für Kontakte.

Ich wünsche mir, dass besonders auch alle anderen Fernfahrer gesund angekommen sind, denn kaum einer dürfte vor 2.00 Uhr daheim gewesen sein. Na denn, bis zum nächsten Mal…:::

Mehr Fotos auf der Flickr Seite Diashow von Christoph´s KarmaKonsum.

12 Gedanken zu „LOHAS Konferenz: Ein Bericht.

  1. Ja, hab das mit bizzlounge auch schon mal wo aufgeschnappt, eben zum Thema Lohas. Wär auf jeden Fall ne Idee, wenns dort solche Ankündigungen machen würden, weil anscheinend ist das Interesse echt geweckt.

  2. Immer wieder gut zuhören, dass LOHAS auch gerade im deutschen Raum sehr gut angenommen wird und sich hier viele Interessierte finden – schade, wenn ich früher davon gewusst hätte, würden mich solche Vorträge auch interessieren, auch wenn Frankfurt doch etwas weit von Wien entfernt ist. Auch auf Bizzlounge.com wird viel diskutiert über das Thema LOHAS, wäre schön wenn sie vielleicht auch da ankündigen würden, werde das nächste Mal aber wieder mehr recherchieren!
    LG aus Wien!

  3. Pingback: Jazzlounge » Blog Archive » die taz zur LOHAS-Konferenz

  4. @ Benny
    „Härter“ zu kritisieren wäre nicht angebracht gewesen. Es war der erste Versuch von Christoph einen Event auf die Beine zu stellen und diese Chance sollte man Jedem einräumen, incl. der Möglichkeit, es das nächste Mal besser zu machen 😉

    @ Subster/Konsumguerilla
    Ich antworte nicht auf anonyme Kommentare – leider gibst Du selbst in Deinem Blog keinen Hinweis auf Deine Identität. Blogt man im Business, sollte man das tun.

    @ Andreea
    Natürlich hat Konsum keinen wirklichen Stellenwert, begreift man ihn nur als Ablasshandel. Da stimme ich Dir voll zu. Aber DAS steht auch nicht in Fred Grimms Buch!
    Durch die etwas einseitige Auswahl der Vorträge mußte der Eindruck entstehen, es ginge NUR um Konsum. LOHAS hat viele – auch altruistische – Ansätze und Werteaspekte. DIE sind viel entscheidender, denn es ist – verkürzt – ein Paradigmenwechsel, der sich in unsere Gesellschaft schon seit längerem eingeschlichen hat und entwickelt. Schon bevor der Begriff LOHAS geprägt wurde. Man hätte gut 10 Redner einladen können, um die wichtigsten Aspekte in der Kürze der Zeit zu erläutern – es hätte wahrscheinlich auch nicht gereicht. Ich empfehle auf jeden Fall die Studie des ZukunftInstitutes zu lesen…

    @ Horst
    Danke für Deine wertschätzende Empfehlung, hab Dir ja schon was in Deinen Blog geschrieben….

    @ Christoph
    Ja, Du hast Deine Sache gut gemacht und wirst – wie ich Dich kenne – sicher daran arbeiten sie zukünftig zu optimieren. Dir brauch ich nun wirklich nicht eröffnen was LOHAS bedeutet – aber Du hast vielleicht bemerkt, dass die kleine Menge der verschiedenen Vorträge nicht reicht, um das Thema auch nur annähernd „Newcomern“ zu verdeutlichen. Geholfen hätte sicherlich der TV Beitrag über Dich, den Du aber aus Bescheidenheit weggelassen hattest;-) Schade!

  5. Lieber Det,

    danke für die „schmeichelden“ Worte, wie Benny es ausgedrückt hat. Ich erkenne Deinen Respekt dankend an.

    Klar muss ich die Kritikpunkte jetzt reflektieren und optimieren – das werde ich tun.
    War ja auch meine erste Veranstaltung überhaupt – damit bin ich zufrieden …

    LG
    Christoph

    Ps. schön, dass wir uns – wenn auch nur kurz – persönlich gesprochen haben …

  6. Pingback: Blog ohne Diät

  7. Pingback: LOHAS Konferenz - was die Blogger sagen - KarmaKonsum

  8. muss subster zustimmen – der wertewandel fehlt, ausserdem ist es doch immer wieder irritierend wenn wir dem „geistigen prekariat“ die grüne welle vermitteln wollen und die ganze zeit mit begriffen wie greenwashing, socialising und in-der-welt-sein um uns werfen.
    ein besucher des abends forderte (ich verkneife mir postulieren) nicht zu unrecht dass wir mal nicht abheben sollen.
    richtig – kaufen ist kein ablasshandel, sondern nur der bequemste weg/der anfang.

  9. Pingback: Konsumguerilla

  10. Für mich ist gegen Schluss die Erkenntnis noch mal deutlich geworden das es allein mit dem Konsum nicht getan ist, sondern auch die Einstellung zum Konsum grundlegend überdacht werden muss, da die Ressourcen einfach für den Verbrauch nicht vorhanden sind. Dies ist allerdings eine persönliche Schlussfolgerung aus den Zwischentönen, allgemein wurde genau um diesen Bereich ein gewisser Bogen gemacht.

  11. War zusammen mit Christoph Hinderfeld auch auf der „Konferenz“ und fand Deine Beschreibung ziemlich schmeichelnd. Ich wäre etwas härter gewesen.

    Was blieb? Die Erkenntnis, dass man selbst auf gutem Wege ist und in der Branche zwar viele Beratung für alles und alle verkaufen möchten, aber letztendlich doch nur viele Worthülsen und „Adaptionen“ bekannter Studien vorstellen …

    Konkretes? wenig bis noch weniger …

    Vielleicht bin ich aber auch zu sehr Unternehmer und kein echter LOHASianer ?!

  12. Pingback: muellersBlog » Blog Archiv » Bericht zur 1. LOHAS Konferenz.

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