LOHAS: Gute Überlegung.
Jörg Holzmüller vom Walther Saftblog machte sich, wie ich finde, sehr gute Gedanken:
Der Herr aus Radeberg sagte noch, “verdammt schwer, diese leeren Kästen” und fügte gleich hinzu: “Wiegen bestimmt so vier bis fünf Kilo!” Und weil ich es nicht wußte, habe ich gleich mal einen Kasten mit sechs leeren 1-Liter-Flaschen gewogen. Der Zeiger unserer Postwaage blieb knapp unter fünf Kilogramm stehen. Fünf Kilogramm, die mal eben immer so mitransportiert werden. Keine intelligente Lösung, wie ich finde. Eine Europalette voll Leergut sind dann schon 64 Kästen, also rund 320 Kilogramm und ein LKW voll Leergut, wie er uns mehrfach in der Woche anfährt hat durchschnittlich 18 Paletten auf der Ladefläche = 5.750 Kilogramm. Eine Leerfahrt mit knapp sechs Tonnen Pfandflaschen! Ist das noch in Zeiten von Klimaschutz zu verantworten?
Hat jemand kreative Lösungsvorschläge?
Lohas steht für "Lifestyle of Health and Sustainability", dem Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Er gilt heute u.a. als Synonym für Strategischen Konsum, Wertschätzung und Dankbarkeit.
Beobachtet und vorgestellt von Det Mueller, nachhaltig denkender Mensch, Künstler (Mario van Middendorf), Autor und Ex-Werbeprofi aus Köln. Herzlichen Dank an jetzt 15.000 Leser monatlich...
20. September 2007 um 15:28 Uhr
Horst (Blog ohne Diät) sagt,
Also PET ist keine Alternative. Eher einfach nicht so weit fahren.
Als Franke rede ich mich da natürlich leicht. Eine höhere Brauereidichte gibt’s ja nirgends auf der Welt.
20. September 2007 um 22:01 Uhr
Reto sagt,
Säfte aller Art werden nur noch im Tanklastzug rumgekarrt und jeder füllt dann dort direkt sein eigener Behälter :-). Im Ernst: man könnte ja durchaus grössere Gebinde wie Fässer verwenden, welche dann lokal in vom Käufer mitgebrachte Gefässe umgefüllt werden. So wie früher, als man mit dem Milchkessel zum Bauern ging … aber ich weiss, ich weiss, die Hygienevorschriften …
20. September 2007 um 23:09 Uhr
Det Mueller sagt,
Zwei kreative Vorschläge sind besser als keiner!
Mit der Brauereidichte habt ihrs gut, lieber Horst, aber das funktioniert bei Walthers nicht. Aus den verschiedensten Gründen müssen sie fahren lassen…
Aber Reto´s Vorschlag finde ich im Ansatz gar nicht so übel - über die Hygiene kann man sich später Gedanken machen. Erst mal gehts ums Prinzip, die Strategie. Ich weiß allerdings nicht genau, warum die LKW fahren und was sie konkret transportieren. Also, ob sie fertige Säfte zu Einzelhändlern bringen oder auch weite Transporte überall in die Bundesrepublik mit eigenen LKW - quasi bis zur Haustür - bringen. Letzteres halte ich für unwahrscheinlich, das wird sicher mit externen Speditionen gemacht. So bleiben die “regionalen” Auslieferorte und da könnte Deine Idee greifen. Ein ähnliches Prinzip hat ja die unlängst leider verstorbene Anita Roddick für ihre Body Shop Kette eingeführt: jeder holt sich in eigenem Behältnis was er braucht, bzw. kauft einmal ein Vorratsfläschchen und geht in den Laden zum “Abfüllen”. Find ich gut - müßte mit Säften auch zu machen sein. Mann könnte ja im gleichen Atemzug eine “Walthers Mehrweg-Kanne” entwicklen…
21. September 2007 um 04:08 Uhr
Wolff Horbach sagt,
Ich kann mich an einen Spiegel-Artikel von vor vielen Jahren erinnern, im dem eine Revolution in der Getränkeversorgung angekündigt wurde. Es sollten nur noch Konzentrate geliefert werden, die dann vor Ort - ich nenn das jetzt mal neudeutsch Point of Drinking (POD) - zu dem endgültigen Getränk aufbereitet werden sollten. Dann würde der Liter Cola auf einen kleinen Würfel Konzentrat zusammenschmelzen. Der Rest ist eh Wasser. Irgendwie ist diese Revolution an mir vorbeigegangen. Oder hatten die Getränkefirmen Angst, dass die Verbraucher plötzlich merkten, wie viel Geld sie für Wasser hinblättern müssen?
Den Konzentrat-Ansatz kann ich mir bei den guten Walthersäften nicht so recht vorstellen. Dann müssten ja auch noch die Aufbereitungsmaschinen erfunden werden. Und die Konzentriererei kostet ja auch Geld.
Also, was bleibt:
a) Andere Verpackung als Flaschen: Kartons, Schläuche, Rohre, …
b) Andere Materialien für die Flasche: PET, …
c) Andere Form der Flasche, damit das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen besser wird.
d) Größere Behältnisse. Mit einem Transport mehr Saft.
e) Transportwege verkürzen, Lkw-Leerfahrten nutzen
f) Transportgefäß, welches sich zu Hause in Luft auflöst
g) kompostierbare Transportgefäße
h) Anleihen bei der Natur machen, Bionik, wie machen das Ameisen? Draußen sind mir noch nie Flaschen begegnet, obwohl bestimmt Riesenmengen Flüssigkeiten transportiert werden.
Jörg kann uns ja mal zu einem Kreativworkshop “Weg mit den Flaschen” einladen. Wenn da die geballte Blogger-Kreativität zusammenkommt, gibt es vielleicht noch ein Revolution in der Getränke-Industrie!