LOHAS und Randgruppenkritik.

Heute schreibt “Guido” - Fan oder Mitarbeiter von auto.ki einen Kommentar zu meinem gestrigen Post über das “Grüne Autoquartett”, dass er das alles ( Hype um Hybridautos und Umweltschutz etc.) als übertriebenen Quatsch empfindet und seinerseits dazu aufruft, doch besser sein “Dreckschleuder-Quartett” zu spielen…
Mut hat er ja, hier, in der “Höhle des Löwen” so eine absurde und Menschen verachtende Meinung zu vertreten, aber gelacht habe ich dennoch nicht, denn es wird immer Menschen geben, die sich durch ihre Meinung von allein ins Abseits stellen, nichts dazu lernen und sich später wundern, dass sich die Welt so verändert hat. Und das ist schade. Gerne erinnere ich daran, dass der Kopf rund ist, nicht nur für eine Baseballkappe mit Markenaufdruck von Dreckschleudern, sondern, damit das Denken auch mal die Richtung ändern kann. Bei dem einen früher, bei dem anderen halt später.
Und noch mal, damit ich richtig verstanden werde: ich habe nichts gegen Autos und ich habe nichts gegen Autos mit enormer Leistung. Denn auch da gibt es LOHAS Fahrzeuge, wie etwa den englischen Sportwagen Lightning mit über 700 PS, über den ich hier ausführlich berichtet habe, weil er keinen einzigen Tropfen Benzin braucht! Aber ich habe deutlich etwas gegen Dummheit und Arroganz auf Kosten anderer..::
Lohas steht für "Lifestyle of Health and Sustainability", dem Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Er gilt heute u.a. als Synonym für Strategischen Konsum, Wertschätzung und Dankbarkeit.
Beobachtet und vorgestellt von Det Mueller, nachhaltig denkender Mensch, Künstler (Mario van Middendorf), Autor und Ex-Werbeprofi aus Köln. Herzlichen Dank an jetzt 15.000 Leser monatlich...
11. Januar 2008 um 17:21 Uhr
Gerhard Zirkel sagt,
Über so einen dummen Kommentar würde ich mich nicht aufregen.
Das kommt mir alles so vor, als würde man einem Kind ein Spielzeug wegnehmen wollen, weil es nicht ihm gehört. Argumente gegen die Eltern hat es nicht und im Recht ist es auch nicht, aber es plärrt trotzdem.
Irgendwann hört es dann schon wieder auf.
Gerhard Zirkel
11. Januar 2008 um 17:31 Uhr
Det Mueller sagt,
@ Gerhard
Hörte sich mein Post so an, als ob ich mich aufgeregt hätte? Wohl kaum! Ich finds nur dumm und geb Dir völlig Recht. Wir werden uns aber in Nürnberg kennen lernen und da wirst Du persönlich feststellen dürfen, dass mich so schnell nichts aufregt. Freu mich!
LG Det
PS: Und vielen Dank für Deine zahlreichen Kommentare, die ich ich nicht immer re-kommentiert habe, aber mich meist erfreuen!
11. Januar 2008 um 21:42 Uhr
Jo sagt,
also ich bin auch autoki-Mitglied, fahre allerdings nicht auto sondern u-bahn, was 1. finanzielle gründe hat und 2. in berlin einfach sinnvoller ist.
mit sicherheit möchte auch ich nicht, dass unsere schöne welt im feinstaub versinkt, aber andererseits geht mir der allseitige öko-wahn langsam auch echt auf die nerven. klar müssen wir umdenken! keine frage! aber jetzt mal im ernst: öko-autoquartett?! ist das auch auch recycletem , chlorfrei gebleichtem papier gedruckt?? wenn schon denn schon, oder? und letzten endes gehts doch darum, was man fährt oder auch nicht und nicht darum mit was für karten man spielt. für die meisten (um nicht zu sagen alle) wird so eine dreckschleuder ohnehin ein wunschtraum bleiben, den sich eh keiner leisten kann und den ab 2020, wenn das öl versiegt eh keine mehr fahren kann.
also einfach mal auf dme teppich bleiben.
finde das autoki-dreckschleuder-quartett einfach lustig und ich glaube das soll es auch einfach sein.
15. Januar 2008 um 11:50 Uhr
Det Mueller sagt,
@ Jo
Liebe(r) Jo, natürlich geht es nicht um das Quartett als Kartenspiel! Wenns Spaß macht - klasse, und ob auf recyceltem Papier oder nicht, spielt da die absolut untergeordnete Rolle. Meine Kritik geht eher in die Denkrichtung! Solche Quartette spielen zu 90% Kinder und diese Zielgruppe entnimmt daraus Verhaltensweisen für ihr Leben als Erwachsene.
Und da sehe ich die Gefahr bzw. die große Chance. Wenn Kinder frühzeitig - auch beim Spiel unbewusst - lernen, dass Autos mit niedrigem CO2 Ausstoss etwas Gutes sind, werden sie möglicherweise auch als Erwachsene andere Produkte kaufen und frühzeitig darüber nachdenken. Nur so können Dinge und schlechte Gewohnheiten verändert werden.
Ich selbst hatte zahlreiche, wunderschöne “Dreckschleudern” in meinem Leben. Und bis Juli 2006 immer noch einen Audi A6. Jeder soll seinen persönlichen Spaß haben, entscheidend ist aber, das man irgendwann umdenkt und sich frei macht von solchen Dingen, die mehr schaden als nutzen. Ich mußte über 50 werden, um das zu begreifen, aber besser spät als nie.
Und wie gesagt, wenn Kinder frühzeitig in die richtige Richtung denken, dauert der Prozess nicht so lange wie bei meiner Generation…
LG Det
17. Januar 2008 um 22:36 Uhr
Jo sagt,
Also nun mal ehrlich, weil ein Kind mit Öko-Quartettkarten spielt träumt es später von einem heißen Auto mit Wasserstoff/Hybrid-odersonstwas-Antrieb?! Das halte ich schon für ziemlichen Unfug! Ich finde man sollte seinen Kindern die richtigen Werte vermitteln wenn es wirklich drauf ankommt. Meintwegen auch Bio-Produkte kaufen, darauf achten, dass vorallem tierische Lebensmittel aus artgerechter Haltung bezogen werden, meinetwegen auch Müll trennen und selbst ein Öko-Auto fahren. Ich denke, dass was Eltern ihren Kindern vorleben beeinflusst diese 1000mal mehr als irgend so ein Online-Quartett. Und es ist doch auch viel mehr wert, wenn das Kind so ein Quartett sieht und sich selbst denkt: Ja, coole Autos, aber Papas super toller Hybrid-Schlitten ist doch viel schicker!
Darauf kommts doch an!
9. Mai 2010 um 16:51 Uhr
Axel sagt,
@Jo mein Sohn ist jetzt acht Jahre alt und man merkt schon, dass Berichte in den Medien Ihre Wirkung zeigen. Er sagt immer wenn er später mal groß ist will er ein Solar & Hybrid & supersparsam Auto bauen. Warum? Weil es alle cool finden!
Lustig finde ich auch, dass in meinem Autoquartett eines der besten Autos der Toyota Hybrid ist.