Nachhaltiger Konsum: Versuch einer Definition.
Dienstag, 29. Jul 2008 12:12 von Det Mueller

Was ist nachhaltiger Konsum wirklich?
heise online, diskutiert die Frage und kommt zu diesem vereinfachten Drei-Stufenmodell:
01. Konsum nachhaltiger Produkte, bei gleicher Menge und Konsumqualität, etwa Hybridautos, das Passivhaus, Energiesparlampen, heruntergedrehter Standby-Verbrauch, Biolebensmittel, Fair Trade-Waren usw.
02. Konsumreduktion bei gleichbleibender Konsumqualität, also ohne Verlust des konsumgebundenen Lebensstandards. Das hieße dann etwa, sein Auto statt 5 eben 12 Jahre zu fahren, ein Notebook oder Mobiltelefon bis zum technischen Lebensende zu nutzen, usw.
03. Konsumverzicht, oder moderner ausgedrückt Suffizienz, also gänzlich auf das Auto verzichten (durch Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel), kein Kauf eines HD-Flatscreen-Geräts, mäßiges Essen und Trinken, keine teuren Weihnachtsgeschenke, keine Fernreisen mehr…
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Der Autor kommt zu einer ernüchternden Zusammenfassung:
“Es ist eine Illusion anzunehmen, Nationalstaaten oder Staatenverbände wie die EU könnten die Teuerungen bei Energie etc. zurückfahren. Und noch dazu wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel setzen. Das einzige was getan werden kann, ist diesen quasi mit der “List der Vernunft” erzwungenen Konsumverzicht einigermaßen sozialverträglich abzufedern. Das aber wird nur mit Umverteilung möglich sein – wenn die völlig ins Jenseits geratene Politik das vielleicht noch kapiert. Wäre übrigens auch “eine List der Vernunft”. Als klassische Wachstumschancen blieben übrigens die Formen immateriellen Konsums, also Kunst, Kultur, Bildung (ich meine dezidiert nicht Ausbildung), Wellness, Faulenzen, Selbsterfahrung - was auch immer…”
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