Alles eine Sache der Prioritäten.

In Deutschland fand gestern ein “Bildungsgipfel” statt. Die Bundeskanzlerin debattierte mit den Länderchefs über finanzielle Zuschüsse für Bildungseinrichtungen - Kindergärten, Schulen und Universitäten. Eine wichtige Sache, wenn man bedenkt, dass z.B. in Köln in Hörsälen, die für 40 Studenten geplant waren, meist über 100 junge Leute sitzen, liegen, sich quetschen oder sonst wie rumdrücken, um dem Stoff zu folgen - geleitet von einem völlig überforderten Professor, der seine eigenen Studenten gar nicht mehr kennt…

Oder nehmen Sie Berlin, wo es zahlreiche Schulen gibt, die fast zusammenbrechen, weil die Bausubstanz so fürchterlich ist und die Lehrer mit der Situation nicht mehr fertig werden. Oder denken Sie daran, dass es auch in Deutschland geschätzte 3-4 Millionen Analphabeten gibt, aber nach meinen Erfahrungen gefühlte 10 Millionen Menschen, die nicht richtig schreiben können und nicht in der Lage sind, komplette Sätze zu bilden. Das Bloggen bringt so einiges ans Tageslicht.

Geld fehlt an allen Ecken und Enden in der Republik, aber für die Kunstfehler der Bänker können ganz fürchterlich schnell Milliarden locker gemacht werden. So lässt sich Pisa nicht aufarbeiten. Ein Teufelskreis, der unser Land immer weiter weg bringt von besonderen wissenschaftlichen und technischen Leistungen.

Und wissen Sie was - dieser Gipfel war der Regierung so enorm wichtig, dass er exakt 2 x 60 Minuten gedauert hat. Ich glaube, da erübrigt sich jeder Kommentar!

Geschrieben in Dies & Das

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