Köln: Die “nördlichste Provinz” Italiens bietet sogar Olivenhaine.
Freitag, 27. Mrz 2009 18:34 von Det Mueller
Ja, wir Kölner übertreiben manchmal sehr gerne. Besonders, wenn es um unsere Stadt geht. Aber das stimmt tatsächlich, seit 2005 gibt es in Köln den nördlichsten, hier gewachsenen Olivenhain Europas, vermutlich sogar der ganzen Welt…
Aber zurück: Auf die völlig bekloppte Stammtisch Idee kam 1995 das Ehepaar Bettina und Stephan Marzak und gründeten die kleine Olivenöl-Versand-Firma “Olive e Più“. Dort gibts tolle Öle, Schokoladen Spezialitäten und viele andere Leckereien, häufig in Bio Qualität und nachhaltig produziert. Seit 1997 stehen aber vor den Geschäftsräumen in Köln-Neu-Ehrenfeld Olivenbäume in Kübeln. Jährlich kommen nicht nur neue Bäume sondern auch spezielles Know-How aus italienischer Fachliteratur, dem angezapften Wissen italienischer Geschäftspartner sowie Learning by doing hinzu…
Die milden Winter der Kölner Bucht schaden den Kübel-Pflanzen nicht. Die ersten Bäume werden an die begeisterte Kundschaft aus dem Großraum Köln verkauft. Ab 1999 werden die alljährlichen Lieferungen im Frühjahr umfangreicher und für die kölschen Olivenbäume (schlank aber bis zu 180 cm lang) wird eine perfekte Versandverpackung ausgetüftelt. Die Olivenbäume werden in den Katalog 1999/2000 aufgenommen und bundesweit verschickt.
Aber der Clou, die Marzaks wollten endlich auch selber pflanzen: Im Frühjahr 2005 gings dann tatsächlich los und erste Eigenimporte werden auf dem Testacker einer befreundeten Baumschule in Pulheim (ein paar Meter von Köln weg) angepflanzt. Und - es klappte tatsächlich, auch diese Bäume überleben unsere Winter.
Und so gings im Affenzahn weiter:
April 2008: Umzug des Olive e Più-Olivenhains nach Köln-Widdersdorf auf das Gelände der Mediterranen Baumschule LA CAVA, Erweiterung der gesamten Anbaufläche auf über 170 Bäume und 2.200 m².
Juni 2008: über 5.100 Besucher beim 3. Olivenblütenfest, Präsentation der ersten verzehrfertigen Rheinischen Tafeloliven aus der ersten eigenen Ernte.
Das Programm umfasst Olivenöle, Essige, in Öl eingelegte Gemüse, Saucen, Pasta, Reis, Kaffee, Marmeladen, Trüffelzubereitungen und viele andere regionale Erzeugnisse aus Italien. Zum Konzept gehören der Direkteinkauf bei den Produzenten und ein transparenter Direktvertrieb an den Endverbraucher. So können interessante, regionale Spezialitäten zu fairen Preisen angeboten werden. Olive e Più arbeitet mit kleineren, familiär geführten Erzeugerbetrieben zusammen. Viele gehören mittlerweile zu den namhaften und international renommierten Produzenten. Einer der Schwerpunkte gilt den nativen Olivenölen. In Deutschland gehört Olive e Più seit Jahren zu den führenden Fachgeschäften in diesem Bereich.
Und wer jetzt Lust bekommen hat, findet auf der Homepage weitere Details, Bestellmöglichkeiten online und Hinweise zu den nächsten Ölivenblütenfesten hier <<<
Bleiben Sie wertschätzend: Det Mueller
Wenn die Kölner nich wollen, dass ihnen die westlichste Provinz Deutschlands den Olivenhainrang abläuft, dann müssen sie aufforsten - ävver janz flück!
In Gangelt entsteht gerade der größte Olivenhain Deutschlands, 460 Olivenbäume sind es schon.
Liebe Ines,
feine Nachricht und Glückwunsch. 460 ist ´ne Menge! Aber leider ändert das nichts an der Tatsache, dass wir die ERSTEN waren
Herzliche Grüße ins Selfkant
Det