Lohas Community: Das Geld und die Einstellung.

 „Der Begriff LOHAS ist umstritten, da manchen Kritikern die Verknüpfung von bewusstem, oft hochwertigem Konsum mit Nachhaltigkeit zweifelhaft erscheint. Einige Vertreter der traditionellen Umweltbewegung sehen darin den Versuch, dem Konsumismus (übersteigertes Konsumverhalten) ein neues, zeitgeisttypisches Image zu geben. Andere dagegen loben die neue Macht von „Moralisten“. Sie sehen einen gut vernetzten, globalen Trend, der durch bewussten Konsum und Verzicht Druck auf die Industrie ausüben könne.“ (Wikipedia)

In diesen und ähnlichen Definitionsversuchen steckt immer wieder auch der Vorwurf, der Lebensstil Lohas sei nur etwas für Wohlhabende. Um es deutlich vorweg zu nehmen: Eine solche Verallgemeinerung ist schlichtweg Unsinn!

Richtig ist allerdings, dass viele ökorrekte Produkte teurer sind als herkömmlich produzierte Waren. Jeder denkende Mensch sollte sich vorstellen können, warum das so ist…

  • Wenn große Sportfirmen ihre Produkte von Kindern in China produzieren lassen, ist das natürlich billiger als fair zu handeln!
  • Und wenn bei den Megabilligstores Oberhemden für 3 Euro verkauft werden, kann doch da in der Wertschöpfungskette etwas Gravierendes nicht stimmen.
  • Auch bei “Liederlich & Co” ist Nachdenken angesagt: Wenn in Zweihundertquadratmeterläden nur zwei schlechtbezahlte Verkäuferinnen den ganzen Tag schuften, dann ist genau das der Preis, für die billigen Waren. 5 Verkäuferinnen gut bezahlt, würden die Preise sofort in die Höhe schnellen lassen.

Strategischer Konsum - bedeutet auch, das eigene Bewußtsein zu schärfen für Möglichkeiten und Notwendigkeiten. Nachdenken ist angesagt. Die Krisenzeit unterstützt dies sogar. Ist es besser nur ein Produkt zu kaufen, nachhaltig produziert und dadurch etwas teurer? Als im Bundle mehrere scheinbar preiswerte Produkte zu erwerben, die oftmals nur billig sind, weil sie in zweifelhafter Herstellung (Kinderarbeit, Lohndumping, minderwertige Materialien etc) entstanden sind. War es nicht immer schon besser, weniger zu kaufen, aber dafür Gutes - was lange hält (s. Manufactum) und lange Freude bereitet.

“Weniger ist Mehr” - der Anspruch guten Designs früherer Tage, bringt in heutiger Zeit zusätzlich einen deutlich ethisch-moralischen Anspruch ins eigene Leben des veränderten Besitzdenkens. Und das finde ich sehr gut. Gerechter Lohn, für gute Waren, die es wert sind wertgeschätzt zu werden. Was ich damit sagen will: Na, ganz einfach - Lohas kann sich jeder leisten, wenn er bereit ist, sich zu verabschieden vom alten Denken. Energiesparlampen sind teuer. Das stimmt! Aber dafür halten sie wesentlich länger und die Rechnung geht auf. So ist es mit Vielem. Aber das, wird wieder ein nächster Artikel…

Bleiben Sie wertschätzend: Ihr Det Mueller

Geschrieben in Lohas Definition

1 Kommentar bisher

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  1. 28. Mai 2009 um 18:00 Uhr

    Eva Batz sagt,

    Du hast völlig recht mit deinem Artikel! Ich finde es klasse, dass Menschen wir Du den strategischen Konsum voranbringen!!

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