Mein Donnerstags-Geistesblitz (01).

Überleben im genormten Wahnsinn: Als Jugendlicher habe ich, neben vielen Drogentoten und Demonstrationen auch das erste große Baumsterben genauso überlebt, wie danach die vorhergesagten Einschläge zahlreicher Meteoriten. Unsere Welt ist, seit ich mich erinnern kann, bereits 4 Mal untergegangen - ich hab’s überlebt. Auch habe ich Aids und Rinderwahn, die Vogel- und die Schweinegrippe, den Verlust der D-Mark und die Wiedervereinigung unbeschadet überlebt, genauso wie den großen weltweiten Computerausfall während der Jahrtausendwende. Ich habe einige Wirtschaftskrisen überlebt, aus denen wir uns angeblich nie erholen können konnten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch den Klimawandel und das Jahr 2012 - Ende des Maya Kalenders - wieder überleben werde. Was ist nur los mit mir? Bin ich etwa unsterblich?
“Neeeeee neeeeee neeeeee” sagt der Maulwurf, “völliger Quatschnn“.
Also bin ich nur ein Mensch, der sich selten verrückt machen läßt? Genau! Denn wer Fernsehen, Zeitungen, Kabarettisten oder Lebensmittelkonzernen getrost vertrauen möchte, ist selber Schuld. Und wer immer noch der Glaubwürdigkeit von Politikern, Ärzten, Bankern, Hohepriestern oder Liebesschwüren aus dem Chatroom traut, gleichfalls. Eigenes Urteilsvermögen und eine klare Geisteshaltung in Kombination mit der ureigenen Intuition sind durch nichts zu ersetzen. Schon gar nicht in Zeiten, in denen Lügen zur Staatsräson gehören und “Klüngel” lange keine lediglich kölsche Form der Expansion mehr darstellt …
Schönen Donnerstag noch: Det Mueller
Lohas steht für "Lifestyle of Health and Sustainability", dem Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Er gilt heute u.a. als Synonym für Strategischen Konsum, Wertschätzung und Dankbarkeit.
Beobachtet und vorgestellt von Det Mueller, nachhaltig denkender Mensch, Künstler (Mario van Middendorf), Autor und Ex-Werbeprofi aus Köln. Herzlichen Dank an jetzt 15.000 Leser monatlich...
11. März 2010 um 15:16 Uhr
Eva Batz sagt,
Erfrischend, deine Kommentare gegen die Welt-Untergangs-Stimmung
11. März 2010 um 15:39 Uhr
Det Mueller sagt,
“Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner…” war eine Lieblingsaussage meines Vaters. Ich weiß heute, dass er nicht Recht hatte! Dennoch, Deutschland jammert gerne und zunehmend. Nicht ohne Grund allerdings. Sucht man heute Persönlichkeiten mit Charisma und innerem Leuchten in der deutschen Öffentlichkeit, findet man Niemanden…
Heinrich Heine würde sich im Grab die Grippe holen, so kalt ist sein “Wintermärchen” heute…
Danke Eva!
Det
12. März 2010 um 09:01 Uhr
Wolff Horbach sagt,
Schade, dass du nicht an den Weltuntergang 2012 glaubst. Ich suche noch Leute, mit denen ich wetten kann, dass sich der blaue Planet auch 2013 noch dreht
Die Wette wäre ja auch völlig risikolos: Sollte ich gewinnen - wovon ich ausgehe - dann sollten sich die Verlierer freuen, denn dann haben sie ja überlebt. Was ist schon der Verlust einer Kiste Champagner gegen den Gewinn des Leben? Sollte ich dagegen verlieren, wird es wohl zum Begleichen der Wettschulden nicht mehr kommen.
12. März 2010 um 09:31 Uhr
Marianne sagt,
Gefällt mir - das Foto (Bart ab!) lässt mich von einem Ohr zum anderen Grinsen. Der Text nicht minder. Da fällt mir dieser Satz von C.G.Jung ein:
“Wer nach außen schaut, träumt.
Wer nach innen schaut, erwacht.”
12. März 2010 um 17:19 Uhr
Gabaretha sagt,
Lieber Det,
Frau denkt auch mit. Du sprichst mir aus dem Herzen.
Ich finde sehr schön, wie treffend Du die Herausforderungen der letzten Jahrzente zusammengefasst hast und ganz besonders dass wir beide sie überlebt haben. .Angst und Panik ist nach meiner Ansicht ein schlechter Berater. Wie Du weißt leb ich ja sowieso nur hier und jetzt
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und sende Dir liebe Grüße aus dem Zug (nach Weinheim)
besser und besser,
Gaba
12. März 2010 um 18:05 Uhr
Simone Düllmann-Peckert sagt,
Lieber Det,
schön, Dein Beitrag!!
Und mir fiel dazu Folgendes ein, was ich neulich gelesen habe:
“Unsere Verwesung ist beschlossen, unbestechlich, und: Wir pflanzen.
Unser Verfall kündigt sich an, unwiderruflich, und: Wir bauen.
Unser Verschwinden, unsere Auflösung, unser Nichtsein ist gewiß, ist notiert, unauslöschlich - unser Nicht-mehr-hier-Sein steht unmittelbar bevor, und: Wir sind.
Wir sind noch. Wir haben den unfaßbaren Mut: Und sind.”
(Gespräch über den Dächern, Wolfgang Borchert)
Liebe Grüße aus Bonn und Dir ein wunderschönes WE …
Simone
13. März 2010 um 13:11 Uhr
Det Mueller sagt,
Hallo ihr Lieben alle - hab ja gar nicht mitbekommen, dass zahlreiche Menschen sich geäußert haben.
Bin so mit meinen Fotos beschäftigt.
Herzlich Dank für die zustimmenden, lustigen, nachdenklichen, immer aber motivierenden Kommentare! Dann muß ich mir ja schon bald was für den kommenden Donnerstag einfallen lassen…
Zum Foto: Nur wer sich selbst auf den Arm nehmen kann, darf auch meckern - meine Meinung! Narrenkappe, unrasiert, verpennter Blick - alles Konzept!
Herzlichst Det
14. März 2010 um 12:25 Uhr
Dagmar sagt,
Hallo Det,
“Also bin ich nur ein Mensch, der sich selten verrückt machen läßt?” Dem stimme ich auch voll zu, alles andere trägt eher zum (Welt)Untergang bei…
Ja, und das Foto sieht klasse aus.
Schöne Grüße aus Berlin.
Dagmar