Mein Donnerstags-Geistesblitz (03): Neue Stachel braucht das Land.

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Die Welt steht an einem entscheidenden Punkt. Nicht nur Griechenland ist bankrott, sondern vor allem die scheinbar mächtige USA und wir. Auch wenn die selbst und alle Banken, dies mit aller Macht zu vertuschen versuchen. Kein Wunder: Immer öfter macht der Gedanke an eine Inflation die Runde. Mittlerweile gar nicht mehr verhohlen, sondern ganz offen. Kaum aber jemand kann sich heute noch vorstellen, was das tatsächlich bedeutet! Ein Brötchen für 500.000 Euro vielleicht? Nicht sehr abwegig…

In einem Land, in dem lebensrettende Leistungen von z.B. Krankenschwestern oder Altenpflegern miserabel bezahlt werden, obwohl wir sie alle dringend brauchen – stattdessen aber sehr häufig dumme Männer für 20 Millionen Euro gehandelt werden, nur weil sie mit einem Bein einen Fussball manchmal ins Tor schießen können – stimmen doch längst die Werte nicht mehr. Krankenhäuser, Schwimmbäder, Schulen, Kindergärten, Theater und Opern werden geschlossen, aber Kriege werden finanziert und unglaubliche Finanzmittel locker gemacht, um sich der Illusion hinzugeben, anderen Ländern helfen zu müssen. By the way: Griechenland war schon einmal in ähnlicher Situation und hat seine Schulden NICHT zurückbezahlt.

Wir werden also sicher darauf sitzen bleiben und bedenken Sie bitte – WIR – dass sind Sie und ich! Regierungen übernehmen bekanntlich keine Verantwortung.

Ich frage also allen Ernstes, ob wir uns als Volk unsere Politiker überhaupt noch leisten können? Unter keiner Farbe findet man heute einen einzigen Menschen mit Charisma oder tragfähigen Visionen. Geschweige denn jemanden, der brauchbare Strategien anzubieten hätte! Wer was kann, geht in die Wirtschaft aber wird sicher nicht Politiker oder fährt Opel. Vor 30 Jahren aber kamen die „Grünen“ als Stachel im Fleisch einer ebenso festgefahrenen Gesellschaft in unser Leben und es hat sich viel geändert. Aber 30 Jahre sind eine lange Periode – und selbst „Grüne“ sind heute müde und etabliert…

Stachel sind unbequem und erfordern von den Etablierten neues Denken und Handeln als Reaktion. Bedauerlicherweise ist am bundesdeutschen Horizont heutzutage kein neuer Stachel auszumachen. Und kommt einer daher, wie die Megaroten in NRW, dann wird er mittlerweile von allen anderen sofort platt gemacht. Lieber akzeptiert man weiterhin den falschen König Rüttgers, der sich völlig verwirrt auch als wahren „Chef der Arbeiterpartei“ sieht, mit zukünftig kraftloser Assistentin, als tatsächlich unbequemes Denken zu akzeptieren. Ein wirkliches Armutszeugnis für das Land der „Dichter und Denker“…

Politiker und Banken haben uns an den Rand des Ruins gebracht. Wie wird es weitergehen? Haben Sie eine Ahnung, eine Hoffnung oder eine Idee für die Zukunft unseres Landes?

Bleiben Sie wertschätzend megakritisch: Ihr Det Mueller

3 Kommentare

  1. Herzlichen Dank liebe Christine für Deine Gedanken und aber auch, für den Link zu Deinem aufregenden Blog. Den hab ich leider erst heute Vormittag entdeckt und mich gleich festgelesen…

    Und Simone, Dir liebe Freundin danke ich für den schönen Hinweis, den ich aufgegriffen habe und auch für Deine Gedanken…

    Ich war ein paar Tage in Berlin und konnte heute erst antworten.
    Liebe Grüße: Det

  2. „Wir sind Lena? Sorry, aber wir sind Angela“
    Lieber Det,
    gestern dachte ich noch: Lena, naja, sie hat den Songcontest gewonnen, das ist ok und ich hab´s auch noch verpasst, weil ich auf dem BAP Konzert war! Aber sie steht eigentlich genau für das, was wir hier in Deutschland mal wieder so dringend brauchen: aus nichts etwas machen und nicht umgekehrt: aus viel nichts mehr machen, aber groß darüber reden. Nicht nur meckern, selber etwas schaffen. Dabei nicht groß auftragen, sondern einfach so sein, wie man ist und sich dann über seine Erfolg neidlos freuen dürfen. Das ist es, was wir brauchen. Hier irgendwo in Deutschland
    Anbei noch ein sehr netter Blog-Artikel, den ich dazu aus dem Internet gefischt habe.
    http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2010/05/wir-sind-lena-sorry-aber-wir-sind-angela.html

    Liebe Grüße nach köln
    Simone

  3. Wer dichtet, denkt und sich kleine „Stacheln“ in Form von sanften Provokationen erlaubt, wird bestenfalls als Spinner abgetan!
    Charisma macht Angst, Neues wird gemieden, Klarheit wird in Schachtelsätzen ertränkt.
    Und trotzdem bleibt der Wunsch, dass viele kleine „Spinnereien“ eines Tages zu einer nachhaltigen Bewegung führen mögen.
    In diesem Sinne, immer dran bleiben!

    Liebe Grüße, Christine

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