JogBlog Tag 01: Ein laufendes Selbstexperiment

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[INTRO] Angeregt durch Beiträge auf Christines Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Verbunden mit der Hoffnung, eine positive Sucht zu entdecken, die mir nicht nur das Hirn mit frischem Sauerstoff freibläst, sondern auch mein derzeitiges, weit überhöhtes Kampfgewicht von 92kg bei knapp 180 cm wenig trainierter Körperlänge, spürbar reduziert. Da ich ein undisziplinierter Mann bin, der nur ungern eingefahrene Komfortzonen verläßt, habe ich mich entschieden, meine Quälerei öffentlich zu machen – getreu dem Managermotto „Blamiere Dich täglich“ – um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Ich brauche also Eure Unterstützung und Tipps…

[Tag 01] Freitag, 04. Juni 2010. Nachmittag, 15.30 Uhr!

Na klasse, fängt ja schon gut an, es ist nämlich heiß in Köln. Doofer Anfängerfehler. Wollte eigentlich heute früh schon gelaufen sein. Der innere Schweinehund hat sich aber dauernd etwas einfallen lassen, um die Sache zu verschieben. Noch schnell einen Kaffee und eine Zigarrette – und los gehts! Nein!!! Weder noch, lieber ein großes Glas Wasser, Kappe auf, Schuhe an und weg…

Schön langsam und gleichmäßig atmen. Mann ist das warm. Aber es geht ein leichter Wind. Angenehm. Wow, fünf Minuten laufe ich schon, kommt mir aber viel länger vor. Minute 8,5: Kniee melden Ärger! Mist! Zurück geht nicht, also weiter. Aber erst mal gehen. 5 Minuten laufen, 2 Minuten gehen. Ja, das paßt. Jetzt kommt mein Lieblingsstück, durch die blühenden Felder. Ja, jetzt ist Sommer!

Ich höre die Vögel, ich rieche das Korn und meine Gedanken schweifen ab. Noch vor 6 Jahren, als ich gerade 50 war, konnte ich prima eine gute Stunde laufen. War damals sogar einige Male sehr nah an „Runner´s High“, diesem Endorphinregen, der einen zuweilen schweben läßt. Davon ist heute natürlich nicht einmal etwas zu ahnen. Nach der letzten Steigung fühle ich mich aber dennoch wohl. Weil ich glücklich bin, überhaupt vom Schreibtisch aufgestanden zu sein. Selbstmotivation ist schon ein geiles Ding. Und den Schweinehund hau ich sicher auch noch in die Pfanne. Aber langsam – nicht zu große Euphorie nach dem ersten Tag.

Resultat: 30 Minuten meine Raucherlunge ordentlich gelüfet. 4 Gehpausen á 2 Minuten. Atem geht ruhig. Die Kniee haben sich beruhigt. Freude über die Tatsache an sich. Morgen gehts weiter!

Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller

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