JogBlog Tag 04: Synapsenfreude.

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[INTRO 4] Angeregt durch schöne Beiträge auf dem Ideenlese Blog habe ich mir vorgenommen, jetzt täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von etwa 4 km zu joggen. Ich habe mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 öffentlich zu machen – getreu dem Managermotto „Blamiere Dich täglich“ – um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Aber, ich habe auch die Hoffnung, den ein oder anderen anzuregen, es ebenfalls zu versuchen. Streakrunning (Täglichlaufen) ist irgendwie besonders! Ich freue mich übrigens sehr über Anregungen oder eigene Erfahrungsberichte…

[Tag 04] Montag, 07. Juni 2010. Vormittag, 11.05 Uhr.

Bin lange schon wach, auch bereits in Joggingklamotten gehüllt und trotzdem versucht da dauernd einer mir mit Aufschiebeversuchen zu kommen. Alles ist trocken, es ist schön aber nicht heiß – ideales Laufwetter. 11.05 hab ich den Schweinehund auf meine Seite gezogen…

Also Schuhe an und los. Schon nach hundert Metern merke ich die Besonderheit des heutigen Tages: mir tut absolut gar nichts weh! Kein Knie, kein Rücken, kein Muskelkater. Ich bin völlig baff und will es so recht nicht glauben, Heilung durch ständige Bewegung?

Bis vor 3 Jahren bin ich regelmäßig 2-3x pro Woche gelaufen, eine halbe Stunde und mehr. Manchmal zwackten die Waden mit leichten Krämpfen, oder auch meine Knie. Wenn es zu arg wurde, hab ich mehrere Tage ausgesetzt. Jetzt aber, hab ich bereits in 4 Tagen das Laufpensum von sonst 2 Wochen absolviert, ohne Schonung. Und mir gehts gut.

Das nächste Phänomen fiel mir gestern schon auf: der Kopf arbeitet interessierter mit. Scheinbar freuen sich meine Synapsen über dieses Plus an Sauerstoff mächtig. Gedanken ziehen durch mein Hirn. Kreative und kritische. Hat jemand gestern Abend den Tatort gesehen? So grausam das war, aber das ist die weit verbreitete Realität. Jeder Politiker müsste gezwungen werden sich das anzuschauen!

Resultat: Wieder 20 Minuten am Stück gelaufen! Plus einer 100-Meter Spurteinlage mit anschließendem 2-Minuten-Gehen, da war ich schon an der Haustür. Keinerlei Schmerz! Find ich gut! So gaaanz langsam schleicht sich das Gefühl ein, das Laufen könnte eine wirkliche Dauereinrichtung werden.

Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller

2 Kommentare

  1. Hallo Jürgen,
    dass ist ja mal nett! Besonders deswegen, weil ich gerade bei Dir gelesen habe, dass Du es lieber gemächlich angehen lässt. Deshalb auch unbedingt mein Rat: Langsam laufen!!! Kleine Anfangsstrecke! Maximal 30 Minuten! Zwischendurch gehen! Es soll auch Spaß machen, was zugegeben anfangs schwer zu erreichen ist. Aber heute hatte ich Spaß, an meinem 4. Tag! Keine Schmerzen, klarer Kopf.
    Das wünsch ich Dir auch!

    Danke, für den schönen Kommentar. Genau wie Du, habe ich gelernt ein dankbarer Mensch zu werden und nicht alles einfach als selbstverständlich hinzunehmen.

    Viel Glück!
    Det

  2. Lieber Det,
    seit zwei Tagen joggst Du so schnell, dass das Datum gar nicht mehr nachkommt 🙂
    Diese neue Gewohnheit dadurch zu fördern, dass Du öffentlich Tagebuch darüber führst, ist eine gute Idee. Obwohl Du natürlich auch so jederzeit die Wahl hast, es bleiben zu lassen. Es ist schließlich Dein Leben. Aber wir alle benehmen uns ja anders, wenn wir uns beobachtet wissen. Warum also diesen Effekt nicht für uns nutzen?
    Mein Motto war bisher „In der Ruhe liegt die Kraft“. Ich werde es mal mit „In der Bewegung liegt die Kraft“ versuchen, was schon rein physikalisch mehr Sinn ergibt. Ab morgen wird gestartet. Morgen? Ist das nicht der Tag, an dem alle Diäten, Laufprogramme und sonstige Vorsätze beginnen? Ok, ich werde noch heute Abend die Laufschuhe schnüren.
    Danke für die Anregung!
    Jürgen

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