JogBlog Tag 07: Ende wird Anfang?

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[INTRO 7] Angeregt durch feine Beiträge auf dem Ideenlese Blog hatte ich mir vorgenommen, täglich mindestens 7 Tage lang eine kleine Runde von knapp 4 km zu joggen. Ich hatte mich zudem entschieden, meine Quälerei bis Tag 7 (heute) öffentlich zu machen – getreu dem Managermotto „Blamiere Dich täglich“ – um mein Vorhaben nicht sang- und klanglos, womöglich schon nach dem dritten Lauf aufzugeben. Streakrunning (Täglichlaufen) ist aber irgendwie besonders und ich freue mich heute, mein Experiment geschafft zu haben – viel besser, als ich dachte…

[Tag 07] Donnerstag, 10. Juni 2010. Mittag, 12.12 Uhr.

Heute ist es geschafft! 7 Tage bin ich nun für meine Verhältnisse (57 Jahre, Raucher, 10-15 kg Übergewicht, wenig trainiert) erfolgreich insgesamt über 30 km gelaufen und hab mich dabei fast 4 Stunden schnell bewegt in frischer Luft aufgehalten. Eigentlich ein Witz, wenn ich bedenke, wie oft ich schon Sonntags 3-5 Stunden-Wanderungen hinter mich gebracht hatte. Aber ja eben, hinter mich, heißt – es ist vorbei! Vergangenheit. Jetzt ist Neuanfang…

Wir Männer bescheißen uns ja gerne, wenn es um uns selbst geht. Und genau das wollte ich ändern. Ich wollte meine alte Beweglichkeit wieder und habe in dieser Woche gelernt, dass das möglich ist. Besser als ich dachte, wenn der innere Schweinehund irgendwie besiegt werden kann.

Insofern waren diese Anstrengungen lohnend für Körper und Seele. Ich habe etwa 1-2 kg abgenommen, was nicht viel ist, aber ehrlich – 4 km sind eben auch nicht viel. Entscheidender ist, dass ich meine Oberschenkelmuskeln wieder deutlich spüre, meine Sprunggelenke sich erheblich verändert haben, was sich z.B. in einem anderen Gang jetzt schon deutlich zeigt. Irgendwie bin ich mehr geerdet, hab wieder Vertrauen zu meinen eigenen Füßen. Und vor allem große Lust weiterzumachen. Mein Ziel soll sein, noch in diesem Monat 30 Minuten am Stück ohne Pause zu schaffen.

Resultat: Heute 25 Minuten mittelschnell gelaufen, plus 2x 2-Minuten-Gehen, plus 80 m Sprint, plus 1x 4 Minuten-Gehen zum Ende. Streckenerweiterung auf insgesamt 6 km, 33 Minuten unterwegs! Kein Schmerz. Sehr befriedigend, aber erschöpft. Das Wetter ist heute schwül.

Ich danke allen für ihr Interesse, hoffe, dass ich den einen oder anderen motivieren konnte und werd in ein paar Wochen mal erzählen, wie es weitergegangen ist…

Bleibt wertschätzend zu euch selbst: Herzlichst Det Mueller

5 Antworten auf „JogBlog Tag 07: Ende wird Anfang?“

  1. Du darfst „Tretmine“ zu mir sagen: Ein Thema, über das ich Trilogien schreiben und tagelange Monologe halten könnte! Und das, obwohl ich ein tendenziell schüchterner – weil weiblicher – Mensch bin.
    Machtgeilheit ist brandgefährlich! Und von negativer Nachhaltigkeit. Leider.
    Allerdings gibt es auch immer mehr Frauen, die meinen, auf diesen Zug aufspringen zu müssen. Und diese „Spezies“ ist dann noch wesentlich unangenehmer und gefährlicher.
    So, und jetzt halte ich lieber meine Finger still!

  2. ..ach so, zu Deiner Frage Christine: bei Frauen denke ich, dass sie oftmals kritischer mit sich umgehen, in der Selbstbewertung. Viele sogar überkritisch, was ihr eigenes Wachstum bremst.

    Unglaublich viele Männer aber finden sich immer toll, egal in welchem Zustand seelischer, körperlicher oder beruflicher Situation sie stecken. Hab keine Ahnung womit sie diese arrogante Überheblichkeit nähren. Wenn einer eine Glatze hat, aber überzeugt ist, dass er eine tolle Frisur trägt, ist das seine Sache. Wenn aber, und das ist leider sehr häufig der Fall, solche Männer auch noch verantwortungsvolle Jobs haben, ist das Fehlen jeglicher Selbstkritik lebensgefährlich für die Gesellschaft.

  3. Dankeschön an Euch beide!
    Ja, ich bin ein wenig stolz auf mich Faulsäckel, mach jetzt 2 Tage Pause und Montag gehts wieder los!

    @ Christine: Du hattest ja ein gerüttelt Maß „Mitschuld“, deswegen darfst Du auch stolz auf DICH sein!

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