Fair gehandelte Mode: Stiftung Warentest testet grüne Label

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In diesen Tagen erschien die neue Ausgabe von Stiftung Warentest. Diesmal werden u.a. auch die Modelabel und Vertriebsketten unter die Lupe genommen, die sich zumindest in ihrer Außensteuerung gerne nachhaltig korrekt und grün präsentieren wollen. Kein Wunder, Lohas ist seit Jahren ein riesiger Markt und jeder will mitverdienen am guten Gewissen aufgeklärter Verbraucher…

Stiftung Warentest hat aktuell die Qualität von Damen T-Shirts und erstmalig auch das Engagement der jeweiligen Anbieter in Sachen Umwelt und Soziales getestet. Neben armedangels, Panda und hessnatur wurden ebenfalls Textil-Giganten wie Otto, C&A, Kik oder H&M genauer analysiert. Die Tester bekamen Zutritt zu 14 Nähereien und 9 Färbereien in 10 Ländern. Dort überprüften sie die Umweltfreundlichkeit des Materials sowie die Löhne und Arbeitsbedingungen. Außerdem bewertete die Stiftung Warentest die Unternehmenspolitik, Verbraucherinformation und Transparenz der einzelnen Unternehmen.

Das Ergebnis wundert im Land des Etikettenschwindels nicht wirklich: Obwohl sich seit einiger Zeit viele Firmen ökologisches Engagement und fairen Handel auf die Fahnen schreiben, verwirklicht in der Realität fast keine diese Vorsätze. Von 20 Anbietern klassischer T-Shirts erhielt nur die Natur- und Ökomodefirma hessnatur die Bewertung “stark engagiert“, was einer Testnote von 2,4 entspricht, also selbst hier nicht mal die Bestnote.

Immerhin konnte diese Firma den Anbau und die Weiterverarbeitung der Baumwolle einwandfrei nachverfolgen und engagiert sich sehr für seine Mitarbeiter und den Umweltschutz. Nur weitere sechs von zwanzig Anbietern erhielten die CSR-Bewertung “engagiert“, was wohl eher einer geduldeten Mittelmäßigkeit entspräche: armedangels, Peek&Cloppenburg, panda, trigema, Esprit und C&A.

Den ganzen Rest - also 13 andere getestete Unternehmen kann man getrost vergessen bzw. darf einigen sicherlich “Greenwashing” unterstellen - also lediglich das “Mitreiten auf der einträglichen Ökowelle”. H&M, Mexx, zero und NKD schossen den Vogel ab, die den Testern nämlich glatt jede Information verweigerten und sich damit sehr zweifelhaft darstellten.

Einen schönen Artikel mit weiteren Informationen und Namen dazu gibt es auch auf  ZEIT ONLINE hier <<<

Bleiben Sie wertschätzend: Det Mueller

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PS: Manche werden sich fragen, warum allein um T-Shirts so eine Welle gemacht wird. Nun, die Menge machts: Der konventionelle Baumwollanbau verbraucht 10 Prozent aller weltweit eingesetzten Pestizide! Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich Tausende Feldarbeiter an den Folgen. Der Bioanbau verzichtet hingegen auf chemische Pflanzenschutzmittel… Also deshalb, wenn T-Shirt dann “grün”, schließlich haben auch Sie sicherlich nicht nur ein einziges im Schrank!!!

Geschrieben in Lohas Mode, Lohas Public, Lohas Wissen, Lohas Medien

2 Kommentare bisher

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  1. 3. September 2010 um 13:02 Uhr

    mode und preis sagt,

    man darf nicht vergessen das textileinkauf immer noch auch darauf basiert das man seine geheimen lieferanten nicht so ohne weiteres bekannt gibt, das hat nichts mit verschleiern zu tun, sondern eher damit seine erfolgsgeheimnisse zu schützen.

    wer ist schon bereit das geheimnis seines erfolges preis zu geben?

    man sollte den großen unternehmen nicht pauschal zweifelhaftigkeit unterstellen! :)

    gruss
    matthias

  2. 11. September 2010 um 17:01 Uhr

    Gudrun sagt,

    Also ich misstraue solchen Unternehmen schon. Gerade heute sind ja Begriffe wie Nachhaltigkeit und CSR bei fast allen Firmen groß auf der Homepage zu lesen, doch was wirklich dahinter steckt bleibt für den Konsumenten erst mal undurchlässig. Tests von Öko-bzw. Warentest sind daher wichtige Aufklärungsinstrument, die bewusst lebende Menschen gerne nutzen. Auf Biodeals.de soll es zukünftig Rabattangebote im Bio- und fairtrade Bereich geben und zwar von namenhaften und geprüften Herstellern. Das lobe ich mir.

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