REWE wird grüner: Joschka Fischer wird Nachhaltigkeitsberater

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REWE goes Green. Wussten alle Nichtberliner, dass die REWE Gruppe in Berlin Zeichen beim Thema Energieeffizienz gesetzt hat? In Berlin-Rudow öffneten sie bereits im November 2009 das deutschlandweit erste Green Building, das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als erster Supermarkt mit dem Prädikat Gold ausgezeichnet wurde. In Mainz haben sie gerade in diesen Tagen ein ähnliches Gebäude realisiert, es geht also weiter…

Aber damit nicht genug, denn mit dem Projekt “Best Alliance” beschreitet die REWE Group neue Wege auch im Lebensmittelhandel: Im Zuge von Vertragsanbau-Projekten in Spanien und Italien übernimmt die Unternehmensgruppe beim Anbau von Trauben, Erdbeeren und Paprika noch früher Verantwortung für die Produktionskette, sowie deren ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Und damit scheinen sie es wirklich ernst zu meinen, denn jetzt haben sie auch noch Joschka Fischer ins Boot geholt! Ab sofort berät der ehemalige Außenminister und Experte für globale Nachhaltigkeitstrends, die REWE Group bei der zukünftigen Ausrichtung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

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Wir freuen uns sehr, dass wir Joschka Fischer als Berater für die nachhaltige, zukunftssichere Aufstellung unseres Unternehmens gewonnen haben. Als ausgewiesener Experte für weltweite Nachhaltigkeitstrends genießt er einen ausgezeichneten internationalen Ruf“, erklärte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, heute anlässlich des Auftaktes zur Aktionswoche der Nachhaltigkeit in Mainz. Für die Zukunft sehe man Fischer als einen kritischen Begleiter auf dem weiteren Weg der REWE Group zu mehr Umwelt und Sozialverträglichkeit. „Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit ihm und seinem Beraterteam der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie wichtige neue Impulse gibt“, so Caparros.

Sie wissen liebe Leser, dass ich oftmals an dieser Stelle mit Hilfe von Dr. Thilo Bodes Foodwatch entschieden für eine bessere Lebensmittelindustrie eintrete. Aber Meckern allein ist sicher nicht mein Stil, deshalb sollte Gutes auch genauso intensiv gelobt werden. Die REWE Bemühungen finde ich gut und verbinde sie mit der Hoffnung, dass andere Konzerne hier gerne nachahmen werden. Wenn alle jetzt noch soweit gehen würden, die miesen Produkte aus den Regalen zu werfen, werde ich der Erste sein, der hier davon berichtet. Also cool bleiben und die Dinge wachsen lassen. Wie sagt man im Zen: “Hast Du es eilig, mach kleine Schritte…”

Bleiben sie wertschätzend: Ihr Det Mueller

Geschrieben in Lohas Marketing, Lohas Food, Lohas Menschen, Lohas Life

4 Kommentare bisher

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  1. 7. September 2010 um 20:57 Uhr

    Ines sagt,

    Und als Kölner kennst du doch (hoffentlich) das Pilot-Projekt in Bayenthal, oder? Der Rewe-Bioladen namens TEMMA (wie T ante EMMA). Leider für mich ‘ein bisschen’ zu weit, sonst würde ich mir den Laden gerne mal ansehen.

    Übrigens gehen andere Konzerne auch schon diesen Weg.
    Selbst Mac hat schon eine Testfiliale mit ausschließlich alternativer Energie in Norddeutschland.

    Ob all dieses ‘green-going’ sich dann auch auf das Warenangebot auswirkt oder nur das Image grünen angestrichen wird - das warten wir mal ab!

    In meiner Nachbarschaft gibt es seit Jahren einen selbsternannten ‘nachhaltigen Baumarkt’, in dem ich noch nicht einmal eine Beratung zu ökologischen Bauprodukten erhalten kann. Ökologische Produkte kann ich dort aber genauso finden, wie in jedem anderen Baumarkt auch - wenn ich selbst Bescheid weiß.

  2. 7. September 2010 um 23:08 Uhr

    Franziska sagt,

    Nach RWE, BMW und Siemens jetzt also REWE. Mich würde es nicht wundern, Fischer demnächst bei Autohauseröffnungen zu sehen. Sorry, aber Joseph Fischer demonstriert für mich mit jeder seiner Wendungen nur noch stärker, dass er keine Werte besitzt.

  3. […] Joschka Fischer wird Nachhaltigkeits Berater von REWE, via Lohas Blog […]

  4. 9. September 2010 um 08:05 Uhr

    Marianne sagt,

    TEMMA von REWE ist die Fortsetzung der Bio-Supermarktkette “Vierlinden” (bei deren Aufbau ich mit dabei war). Alles was in diesen Läden angeboten wird, ist tatsächlich Bio pur und empfehlenswert. In den REWE-Läden gibt es ja die REWE-Bio Produkte (früher Füllhorn): da bin ich mir oft nicht ganz so sicher, ob man da immer vertrauen kann. Beim Ausweiten der Erdbeerfelder z.B. achtet REWE nicht wirklich auf die angrenzenden Bauern und steuert bereits wieder auf Monokultur zu …
    Mit mehr Schwerpunkt auf Bio und einem werbewirksamen Joschka kann man eben eine neue Kundenschicht erreichen… sie haben es wohl zunehmend auf die LOHAS abgesehen.

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