Lohas-Wohnen auf dem Hausboot: Duisburg machts vor!

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Meine Frau und ich haben vor einigen Wochen das große Glück gehabt, ihren Geburtstag auf einem wunderschönen Hausboot in Amsterdam zu feiern (Foto oben). Mehrere Tage Leben auf dem Hausboot genießen, ist eine wirklich tolle Sache. Auch in Deutschland beginnt man langsam darüber nachzudenken, denn Wohnen auf Wasserstraßen ist aus vielerlei Gründen eine gute, nachhaltige Sache…

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Beim derzeitigen Vorzeigestandort Innenhafen Duisburg treffen die wesentlichen Komponenten Wasser, hervorragende Infrastruktur in urbaner Lage und Atmosphäre idealtypisch zusammen. Die Nutzung von „Floating Homes„,also Wasserhäusern, ermöglicht die Bereitstellung neuen, hochwertigen Wohnraums ohne zusätzlichen Flächenverbrauch – eine wesentliche Qualität nachhaltiger Quartiersentwicklung in jedem Ballungsgebiet. Zwei baugleiche „Wasserhäuser“ bieten hier auf je zwei Etagen etwa 125 Quadratmeter Wohnfläche einschließlich großzügiger Terrasse und nutzen Wasser sowie Sonne als regenerative Energiequellen. Lohas-Wohnen!

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Das oftmals noch völlig ungenutzte Potential für weitere Wohnformen dieser Art, bieten alle ehemals für die Industrialisierung so wichtigen Wasserwege und Hafenanlagen entlang der Ruhr, des Rhein-Herne-Kanals und der Lippe. Bei einer Voruntersuchung haben Projektentwickler festgestellt, dass bereits heute entlang dieser Hauptwassersysteme neun aktive Marinas bestehen, die grundsätzlich die technischen Voraussetzungen für die Nutzung mit Hausbooten bieten, beispielsweise in Bochum, in Essen am Baldeneysee, in Recklinghausen oder in Dorsten. Stadtplanerisch reizvolle Anlegestellen entstehen zudem in den nächsten Jahren im neuen Phönixsee, im ehemaligen Industriehafen des Stadtquartiers Fürst Bismarck in Gelsenkirchen oder im Projekt Ruhrbania in Mülheim.

Anfang 2011 werden die beiden ersten Wasserhäuser in Duisburg <<< über die Firma THS Wohnen zu mieten sein. Und ich kann mir vorstellen, dass ein ziemlicher Run auf diese wenigen, besonderen Wohnmöglichkeiten einsetzen wird. Vielleicht Anlass genug auch in anderen Städten darüber nachzudenken…

In Köln gibt es m.W.n. nur einen echten Wasserbewohner – ein junger Mann, Jörg Remus hat sich sein Hausboot für rund 30.000 Euro selbst gebaut.

Wer sich aber grundsätzlich fürs Wohnen auf dem Wasser interessiert kann sich auch hier <<< schlau machen. Die Hamburger Firma DomusAqua verkauft Hausbootkonzepte als „Sportboote“, wodurch sich die behördlichen Quälereien auf ein Minimum im Kampf um Liegeplätze reduzieren. 60 qm Wohnfläche gibt es zum Selbstausbau ab 69.000,- Euro. Das Fertigboothaus kostet etwa das Doppelte (nächstes Foto).

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Noch mehr und sehr schöne Hausboote zum Wohnen in 3 Größen bis 255 qm, gibt es über „Floating Homes“ hier <<< Die Abbildung unten zeigt die mittlere Größe bis 160qm.
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Bleiben Sie wertschätzend: Det Mueller

4 Antworten auf „Lohas-Wohnen auf dem Hausboot: Duisburg machts vor!“

  1. Das stimmt. Hausboote können eine Antwort auf den rasant wachsenden Wohnungsmangel sein. Allerdings sind sie auch nicht jedermanns Sache. Ich habe mal zusammen mit meiner Frau einen Hausboot Urlaub gemacht und das ganze Geschaukle hat mich irgendwann doch schon gestört. 🙂

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