Was man tun kann : Selbstzweifel

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Jeder Mensch, Sie werden es sicher von sich auch kennen, erlebt Tage, an denen man gequält wird von Selbstzweifeln und Unsicherheiten. Bin ich gut, in dem was ich tue? Ist es richtig was ich tue? Und so weiter. Zuweilen entstehen aus solchen Gedanken selbstzerstörerische Tendenzen, die den eingeschlagenen Weg regelrecht boykottieren. So was kann dann enden in Gedanken wie ‚…das bringt doch nichts‘ oder ‚…das macht alles keinen Sinn’…

Was mir, neben wunderbaren Gesprächen mit meiner Frau oder einem Freund, dann oft hilft, sind konstruktive Selbstgespräche. Wenn niemand da ist für ein Feedback, muss man es sich selbst geben. Also rede ich laut mit mir in einem Frage- und Antwortspiel. Und es ist ein Spiel, denn gegen sich selbst zu kämpfen macht nun gar keinen Sinn.

Eines der großen Geheimnisse unseres Menschseins liegt ja gerade darin, Gefühle zu haben und sie auch zuzulassen. Während ich in diesem Zusammenhang den unguten Gefühlen erlaube, da zu sein, merke ich vielleicht auch, wie sie ihre Kraft verlieren. Denn wenn ich aufhöre zu kämpfen, dann geht es mir automatisch besser. Also akzeptiere ich die momentane Laune und frage mich selbst: ‚…habe ich Angst vor der Situation‘ oder ‚…woher kommt mein Missmut, meine Aggressivität‘? Fühle ich mich verletzt, oder hätte ich in dieser oder jener Situation anders, besser reagieren können? Im Umgang mit fremden Menschen, haben Sie selten eine zweite Gelegenheit – im Umgang mit sich selbst aber immer!

Heute weiß ich, dass verschiedene kleine Kerle in meinem Bauch wohnen und sich zuweilen äußern müssen. Aus der Magengrube oder dem ‚Sonnengeflecht‚ heraus. Man nennt diese „das Innere Team„, eine wertschätzende Erweiterung des Begriffes „innerer Schweinehund“ aus dem Volksmund.

Der Schweinehund wollte uns meistens ja nur sabotieren (Joggen? Bringt nichts! Du bist immer noch zu dick!). Das Innere Team hingegen ist kommunikationsfähig und generiert auch und oft, wirklich gute Ideen (Joggen ist klasse! Du bist zwar immer noch etwas zu dick, aber putzmunter und wesentlich beweglicher!). Durch Selbstgespräche (laut oder leise) kann man es aktivieren. Zulassen und zuhören sind wichtig. Und immer wieder nachfragen, wenn man merkt, dass etwas verschleiert werden könnte.

Sie glauben gar nicht, was Ihr Geist und Ihr Körper alles zu erzählen weiß! Es tut richtig gut, mit sich selbst zu sprechen und in sich hinein zu hören! Und dem überaus kritischen Kerlchen können Sie ja auch sagen, ‚…jetzt hast Du für heute genug kritisiert. Morgen darfst Du Dich wieder melden!‘ Alles findet seine Zeit. Alles ist gut!

Bleiben Sie wertschätzend | Det Mueller |

Foto © Mario van Middendorf

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