Lebensverläufe: Pech gehört zum Leben, genau wie der Wechsel

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Gestern war es heiß in Köln. Genau weiß ich es nicht, aber gefühlt waren es 30°. Dazu kam die Vorfreude auf das Fußballspiel gegen Italien. Nun ging das Spiel anders aus als gehofft und wieder werden die Stimmen laut, die auf Prophezeihungen und Fügungen verweisen. Ich halte nichts von alldem und unsere Jungs waren ja anfänglich auch nicht sonderlich beeindruckt, von früheren Leistungen der gegnerischen Mannschaft. Sie gingen munter ans Werk und hatten einige kraftvolle und gute Momente. Allerdings auch viel Pech und das gehört im Leben einfach dazu.

Das macht uns zu Menschen. Niemand kann jeden Tag gleich gut oder gleich schlecht sein. Der Wechsel macht unser aller Leben aus und keine Prophezeihung kann daran etwas ändern. Denn es gibt keine Macht, nicht einmal Gott, der auf eine Tafel geschrieben hätte, dass Dein Leben so verlaufen muss und nicht anders…

Jeder Lebensverlauf ist sicher nicht vorherbestimmt, sondern liegt einzig und allein in der Hand desjenigen, der dieses Leben lebt. Er kann sich entscheiden, ob er glücklich oder enttäuscht damit umgehen will. Nun werden Sie vielleicht sagen, dass Sie an einer Krankheit leiden, die Sie sich sicher nicht freiwillig ausgesucht haben. Oder das Sie arm sind oder seit Jahren nicht den richtigen Partner finden. Verzeihung, das sind völlig normale Dinge, die man unter »Pech« abspeichern muss. Niemand auf dieser Welt lebt ohne Pech. Weder die Superreichen, noch die, die sonstwie im Rampenlicht stehen und die wir manchmal beneiden. Stars und Könige bekommen Krebs, begehen Suizid oder haben Eheprobleme wie jeder andere Mensch auch. Sie machen sich Sorgen und sie lachen, wie jeder andere Mensch auch.

Die Kunst zu leben besteht offenbar darin, das Schöne zu sehen und das Negative nicht überzubewerten. Menschen, die sehr schlimm krank sind, oft über Jahre, entwickeln vielleicht häufig auch deswegen für sich die Kraft des positiven Denkens. Suizide sind – im Verhältnis zur Gruppenmenge – unter Millionären häufiger zu finden, als bei Blinden oder Querschnittgelähmten. Andersherum sterben durch eigene Hand mehr Menschen im schönen Bayern, als in der Hektik Berlins (Quelle: Statistisches Bundesamt). Man könnte fast davon ausgehen, dass Unbill und »unglückliche Umstände« Menschen eher dazu veranlassen das Positive im Leben für sich zu erkennen, als umgekehrt.

In Zusammenhang mit »Positivem Denken« ist auch das Thema »Placebo« interessant. In einer Studie wurden Sportler untersucht, die häufig an Verschleißsymptomen der Kniegelenke litten. Einige davon waren so stark betroffen, dass eine Operation als einzige Hilfe diagnostiziert wurde. Mit diesen führte man dann eine »Scheinoperation« durch. Tatsächlich wurde aber nur ein kleiner Hautschnitt gemacht und am Kniegelenk rein gar nichts verändert. Der überwiegende Teil, nämlich 95% der Betroffenen fühlte sich danach völlig beschwerdefrei!

Fazit: Wechsel und Unwägbarkeiten gehören zum Leben. Entscheidend ist die eigene Einstellung und die persönliche Definition von Glück. Wenn Sie heute fest davon überzeugt sind, dass es ihnen gut geht, dann geht es Ihnen gut! Selbst wenn, was nicht unwahrscheinlich ist, kleinere, unschöne Dinge passieren, werden Sie das nur mit einem Lächeln oder einem Schulterzucken kommentieren…

Und genau das meine ich, wenn ich Ihnen jeden Tag schreibe:

Bleiben Sie wertschätzend! | Det Mueller |

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