Apokalypse um 208 Jahre verschoben: Glück gehabt?

lohas_det1.jpg

Kurz vor dem sechsten Jahr Lohas-Blog, erreichen wir alle gemeinsam den Punkt, von dem wir glaubten, die Maya hätten ihn als Tag des Weltuntergangs beschrieben. Kleiner Rechenfehler: tatsächlich soll erst in 208 Jahren extrem ungünstiges Schicksal die Erde beeinflussen. Was sie damals nicht ahnen konnten: immer noch arbeitet der größte Teil der Weltbevölkerung selbst, intensiv an diesem Schicksal. Unbewusst oder wissentlich. Und innerhalb des neuen Zeitraums könnten wir das gut schaffen – schließlich haben wir allein in 2 Weltkriegen und viel weniger Jahren über 70 Millionen Menschen abgeschlachtet und vernichten rückstandslos jedes Jahr (!) 130.000 Quadratkilometer Wald  (ca. 1/3 der Fläche des Bundeslandes Bremen) …

Ignoranz, Armut, Bildungsferne oder politisches Kalkül -, Gründe für eine hausgemachte Apokalypse gibts genug. Häufig ist pure Gewinnsucht und die offenbar niemals endende Gier nach Macht zielführend. Schicksale von Billionen von Menschen werden heute gesteuert und bestimmt, vom Einfluss allmächtiger Mega-Konzerne. Die wachsen und gedeihen, durch Bankenkrisen, Kriege und politische Katastrophen hindurch und freuen sich, dass wir weiterhin ihre häufig miserablen oder verlogenen Produkte einfach nur geduldig konsumieren. Wachstum bleibt die Heilige Kuh, die mit allen Mitteln verteidigt werden muss. Mit Kinderhänden, Korruption und Kriegen.

2012 war beispielhaft für die Tausendfache Beugung von Recht und Moral in der ganzen Welt. Putin, Assad, Strauss-Kahn, Berlusconi, Wulff, oder die Betrügereien um unrechtmäßige Doktortitel sind winzige Beispiele. Oftmals schien das grausame Mittelalter, Vorbildfunktion zu haben. Religionskriege, Hexenverbrennung, Folter, Totschlag, Mord, Vergewaltigung, Hunger und Elend, Katastrophen und Epidemien – all das gibt es nach wie vor. Wenngleich sich die Bezeichnungen und Methoden natürlich geändert haben, subtiler geworden sind, aber nicht weniger endgültig. Selbst die Pest ist bis heute nicht ausgerottet -, dafür Hundertausende tierischer und pflanzlicher Arten.

So bleibt wieder einmal mehr die Hoffnung. Auf ein besseres 2013, auf ein besseres Jahrzehnt, auf ein besseres Jahrhundert im vereinten Europa. Mit deutlich weniger Egoismus und deutlich weniger Dummheit. Bei den Menschen die uns führen sollen und natürlich bei uns selbst. Bleiben Sie wertschätzend, demütig und dankbar. Es hilft uns allen.

Bis 2013!
Ihr Det Mueller


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.