Ein satirischer Wochenrückblick: Rücktritte, Abschiede, Übertritte

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Bei uns in Köln tobte der Karneval und fand mit dem Rosenmontagszug seinen Höhepunkt. Eine Million Jecken ließen sich auch von sehr frostigen und sonnenlosen Temperaturen nicht abhalten, die 8,5 km lange Strecke von »nicht-fair-gehandelten« Bonbons zu befreien. Der Rhein reagierte frustriert und trat spontan heftig über seine Ufer (Foto: Köln Rodenkirchen). Frau Schavan trat nicht über ihre Ufer sondern zerknirscht ab, nachdem Mutti Merkel ihr das Vertrauen des eigenen Machterhalts entzogen hatte und eine hübschere Nachfolgerin präsentierte…

Und noch einer ging gleich mit: der Papst trat zurück. Merke: Auch Gott schützt vor Altersschwäche nicht. Was alle politischen Parteien dazu veranlasste, am »politischen Aschermittwoch« mal so richtig gegenstandslos übereinander herzufallen. Klartext! Und genau das brachte einen südafrikanischen, behinderten Weltklassesportler auf die Idee, sich von seiner Freundin endgültig zu trennen. Oskar erschoss sie. Vermutlich als Reaktion entstand gestern weltweit ein Flashmob, um gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Wofür ich allergrößtes Verständnis habe! Denn jede dritte Frau auf der Welt, hat Erfahrungen mit Gewalt! Und das ist kurz gesagt Scheiße hoch Drei!

Kein Verständnis allerdings habe ich dafür, dass Ex-Playmates das jetzt umdrehen und Gewalt gegen den guten Geschmack sofort in die Tat umsetzen: Cascada gewann gestern den Vorentscheid zur Teilnahme am ESC im schwedischen Malmö mit schnöder Disco-Mucke. Offenbar sogar ein Plagiat, denn die scheinbar vor Kraft strotzende Sängerin, ist genau deswegen zur Zeit in aller Munde. Unsere unvergessene Lena sah dagegen aus, wie eine Prinzessin vom anderen Stern: kultiviert und geschmackvoll.

Und heute gibts dann gleich noch einen riesigen Dumpfhammer: in der Nacht wird ein 150 Tonnen Koloss von Asteroid an der Erde gefahrlos für uns vorbeiziehen. So die Prognose der Wissenschaftler. Hoffentlich weiß der das auch -, kleinere Kollegen von ihm sind gestern leider auf Russland gefallen (1.000 Verletzte !), was wiederum 6 Gangster, vermutlich östlicher Herkunft, zu dem Versuch animierte, einen Geldtransporter ebenfalls in Köln-Rodenkirchen durch Kollision zu rammen. Die stellten sich aber dermaßen blöde an, dass sie ihr Rammfahrzeug gegen einen Transporter mit leeren (!) Geldkassetten der Kölner Verkehrsbetriebe einsetzten. Beide Wagen fingen sofort Feuer und dann -, als der echte Geldtransporter anrauschte, konnten sie ihren Bus als Rammbock nicht mehr benutzen. Die Täter flohen ohne Kohle.

So – jetzt ist es aber gut – mehr Woche braucht kein Mensch. Ich muss jetzt mal zum Schneeräumen, Köln ist weiß! Kölle Alaaf!

Bleiben sie wertschätzend fröhlich | Det Mueller |

Foto © Mario van Middendorf

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