Du, ich, wir alle – Gemeinsamkeit macht stark!

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Meine persönliche Sommerpause ist vorbei. Freude bereitet mir heute besonders die Nachricht, dass ich gleich mit guten Nachrichten anfangen kann. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich persönlich schätze es immer sehr, wenn mein Handeln in irgendeiner Form ein Feedback erzeugen kann. Dann stärkt sich das Gefühl, dass mein Tun nicht umsonst war und Dinge in Bewegung sind…

Sie erinnern sich an zahlreiche Aufrufe, die ich hier von Campact initiiert, erläutert an Sie weitergegeben habe. Mit der Bitte, sie zu unterzeichnen und damit mit demokratischem Leben zu unterstützen. Automatisch wurden damit die Lohas-Blog-Leser auch zu Campact-Aktiven. Sogar die CDU-nahe Konrad Adenauer Stiftung musste feststellen:

Neben dem gesellschaftspolitischen Umfeld in Deutschland ist der bisherige Erfolg der Anti-TTIP-Protestbewegung vor allem auch auf die Professionalität zurückzuführen, mit der die Kampagnen geplant, koordiniert und durchgeführt werden. Im Zentrum der Protestaktivitäten in Deutschland steht der Verein ‚Campact‘„.

Dieses Lob dürfte eher unfreiwillig sein. Und es gilt am Ende nicht einer Organisation, sondern dem gemeinsamen Engagement aller Campact-Aktiven: Sie haben für rekordverdächtige Unterzeichnerzahlen beim TTIP-Online-Appell gesorgt, Unterschriften für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gesammelt oder an Flashmobs und Demonstrationen wie jüngst in München zum G7-Treffen teilgenommen. Allein, dass Campact-Aktive über sechs Millionen Türhänger zur Europawahl 2014 verteilt haben, ist eine denkwürdige Gemeinschaftsleistung in Sachen Demokratie-Entwicklung.

Ein schöner Erfolg, den sich jeder von Ihnen, der in irgendeiner Form mitgemacht hat, auch auf seine Fahne schreiben darf. Campact veröffentlichte gestern seinen ‚Jahresreport 2015‘ und schafft durch Transparenz Überblick und Feedback zum Jahr 2014. Hier gehts zum Jahresbericht.

Bleiben Sie wertschätzend aktiv | Det Mueller

2 Antworten auf „Du, ich, wir alle – Gemeinsamkeit macht stark!“

  1. Willkommen zurück aus der Sommerpause lieber Det,
    ich sehe Campact als Produkt der Generation Internet immer mit gemischten Gefühlen, auf der anderen Seite macht es die Mobilisierung von Millionen von Menschen extrem einfach durch virale Weitergabe durch Social Media und ein eigenständiges riesiges Netzwerk durch klassischen E-Mail Verteiler aber ich glaube es verändert auch die Form des Protestes hin zu Mausklickmeinungsäußerung und weg von der klassischen Demonstration, wobei die Campact-Mittel auch oft für sehr schöne Aktionen auf der Straße genutzt werden. Ich glaube aber, dieser Mausklickt gibt vielen Menschen das Gefühl, ja ich habe mich am demokratischen Prozess beteiligt und dass muss genügen. Für solche die früher sowieso nie auf die Straße gegangen sind ist das ein positiver Prozess, weil es natürlich den Multiplikator bzgl. Stimmgewalt um ein Vielfaches erhöht aber die Demonstrationskultur leidet darunter denke ich trotzdem ein wenig.

    Aber was mecker ich rum. Ich unterstützte diese Bewegung trotzdem und gerade in Bezug auf dein Beispiel TTIP & des Vorgängers muss ich sagen dass diese Massenbewegung den Politikern die im stillen Kämmerchen ihre Verträge ausarbeiten immer einen Schritt voraus ist. Ich glaube das Transatlantische Bündnis hat nicht damit gerechnet, das im alten Europa die Menschen so aufgeklärt sind und wirklich eine kritische Masse entstehen kann für ein Abkommen, welches einfach ohne Bürgerbeteiligung durchgeboxt werden soll, aber als Folge tiefe Veränderung für jeden Einzelnen mit sich bringt.

    Da muss man aber auch all die Whistleblower, WikiLeaks, Lobbycontrol, Netzaktivisten, Blogger etc loben, die diese Kampagne mit verifizierten Informationen beliefern oder diese überhaupt erst viral machen.

    Grüße aus Berlin,
    Alex

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