Dienstag ist ‚Weltwassertag‘

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Die Naturschutzorganisation WWF warnt anlässlich des Weltwassertags am 22. März vor einer gefährlichen Zuspitzung der globalen Wasserkrise. Laut WWF-Analysen könnte bis 2050 der weltweite Wasserbedarf nochmals um 55% ansteigen. Es drohten  ökologische, ökonomische und soziale Katastrophen, von denen auch Deutschland betroffen wäre. Über 780 Millionen Menschen haben laut WWF derzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,6 Milliarden Menschen lebten ohne grundlegende Sanitäreinrichtungen.

Wir brauchen Wasser. Jeden Tag. Umgelegt auf die Einwohnerzahl hat jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5.288 Litern, was etwa 25 Badewannenfüllungen entspricht. Darin enthalten ist nicht nur der mit rund 120 Liter recht geringe, direkte Wasserverbrauch (waschen, duschen, trinken, putzen etc.) pro Person und Tag. Der Rest wird mit unserem indirekten Verbrauch belegt: Wasser, das  wir wegen unseres Konsums von Nahrung und Industriegütern benötigen und das häufig „importiert“ wurde.

Es braucht vor allem mündige Konsumenten. Die Verbraucher müssen bei den Unternehmen ein nachhaltiges Wassermanagement entlang der kompletten Lieferkette einfordern. Gemeinsam mit ihren Produzenten und Zuliefer-Betrieben müssen deutsche Unternehmen Antworten auf die lokalen Probleme im Flussgebiet vor Ort finden, aus denen sie Güter und Rohstoffe beziehen.

Besonders aber ein bewusster und nachhaltiger Lebensstil kann bei der Wasserproblematik helfen. Daher:

 –  regionale und saisonale Produkte bevorzugen.

 –  weniger Fleisch essen. Rind- und Schweinefleisch gelten als besonders „durstige“ Güter. (Zum Vergleich: ein Burger benötigt in der Produktion 2400 Liter Wasser)

während des Urlaubs in „Wasserrisiko-Regionen“ auf den eigenen Verbrauch achten. Wo der Wassermangel besonders gravierend ist, können Urlauber mit Hilfe des Wasserrisikofilters erfahren: http://waterriskfilter.panda.org/en/Maps

–  zum Golf-Urlaub lieber in heimische Gefilde reisen. Für die Bewässerung eines 18-Loch-Golfplatzes werden etwa in Spanien jedes Jahr 700 000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Damit ließe sich ein Jahr lang eine Stadt mit 15 000 Einwohnern mit Trinkwasser versorgen.

–  Trinkwasser aus der Leitung gegenüber Wasserflaschen bevorzugen. Die Wasserqualität ist in Deutschland flächendeckend sehr gut. Trinkwasser verbraucht in der Herstellung pro Liter 1000mal weniger Energie und Rohstoffe als in Flaschen abgefülltes Wasser. Wer das nicht möchte,  sollte Wasser aus regionaler Produktion  und in Mehrwegflaschen wählen.

Bleiben Sie wertschätzend im Umgang mit Wasser | Det Mueller

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