Eine wahnsinnig lebhafte Nacht

Meine persönliche Presseschau diesen Morgen zeigt viele verschiedene Reaktionen auf die letzte Nacht. Am besten gefiel mir das hier:
Frage: „Was grenzt an Dummheit?“
Antwort: „Mexico und Kanada!“

Aber mal ernsthaft – ich sehe keinerlei Anlass die Welt schwarz zu sehen. Rechte Populisten in Holland, Frankreich und Russland bekommen einen neuen Spielgefährten. Na und? Die Welt hat schon Schlimmeres überstanden und die USA auch – Bodybuilder, Schauspieler, Erdnussfarmer, Lügner, Heuchler und richtig dumme Leute. Gute Präsidenten gab es nur wenige. 

Das Amt verändert und läßt selbst jenen mit guten Absichten nur wenig Gestaltungsfreiraum. Warum sollte es andersrum anders sein? Klar, die Gefahr ist groß wenn einer beide Häuser und den Obersten Gerichtshof in seinen Händen hat. Aber lassen wir ihm doch 100 Tage Zeit zu zeigen was er drauf hat. Mehr als Sexismus und Fremdenfeindlichkeit wird er sicher bieten. Marktschreier-Mentalität kann zum Ziel führen, aber sie wird nicht das Ziel sein. Außerdem können wir uns aufregen, ärgern oder jammern – die Amis haben demokratisch gewählt und basta! Und Clinton war nun wirklich keine Alternative – Pest oder Cholera – hab ich heute schon ein paar Mal gelesen. Anyway – es ist gut, das es vorbei ist!

Berlin und Brüssel reagierten jedenfalls auffallend geschockt und wir Deutschen dürfen uns auf kühlere Zeiten einstellen. Das aber finde ich nicht falsch, denn mehr Abstand zu den USA kann uns wirklich nicht schaden. Zu oft wurde Schein mit Sein verwechselt und völlig unkritisch nachgeahmt. Europa hat eine Chance erhalten, sich wieder auf eigene Stärken, Leistungen und Zukunft auszurichten…

Ich finde, auch ein dunkler Tag läßt genügend Licht durch, um weiterzuleben.

Bleiben Sie mutig und wertschätzend | Det Mueller

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