Alles Gute hat einmal ein Ende

Der Lohas-Blog wurde im März 2017 glatte, wunderbare 10 Jahre alt! Das technische Konzept von damals hat sich selbst überrannt. Aber für ein neues fühle ich mich mittlerweile zu alt. Und ganz ehrlich – ich habe auch keine rechte Lust mehr. Dafür gibt es zahlreiche Gründe; es ist sicher nicht nur eine Laune.

Die Radikalisierung der Zivil-Gesellschaft und die weltweiten tragischen Veränderungen in der Politik spielen für meine Entscheidung eine wesentliche Rolle. Natürlich müsste man genau deshalb jetzt verstärkt kämpfen. Aber ich bin innerlich müde. Gab es in den ersten Jahren vielseitige Motivationen, so sehe ich heute mit großer Enttäuschung ein chaotisches Leben. Hass, Provokation und Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr medizinische Ersthelfer, Bahnmitarbeiter und Privatpersonen in einem Maße, das mich wirklich schaudern lässt. Selbst in den GRÜNEN steckt schon lange nicht mehr das, was ursprünglich mal draufstand. Vermutlich gibt es dennoch mehr positive Menschen in unserem Land als umgekehrt, aber sie zeigen sich kaum. Oder offenbar selten am richtigen Ort und meist zu leise.

Was nutzen einem Land Tausende, die für Gutes demonstrieren, wenn tagtäglich ebenso Tausende aktiv daran teilnehmen Gesetze zu missachten oder zu missbrauchen? Etwa von der rücksichtslosen Verweigerung Rettungsgassen auf Autobahnen zu bilden bis hin zur miserablen Erziehung und Ausbildung unserer Kinder. Ein großer Bogen und doch gehören die Dinge direkt zusammen. Respekt und Achtung lernt man von den Menschen, die einen in jungen Jahren begleiten und ‚ausbilden‘. Was hier versäumt wird, rächt sich Jahre später extrem brutal. Anders kann ich mir diese bisher unvorstellbare Massenteilnahmslosigkeit einer offenbar Null-Bock-auf-Nichts-Erwachsenen-Gesellschaft nicht erklären. Die Politik redet von ‚Verrohung der Gesellschaft‘. Somit wäre eine Schublade gefunden, aber natürlich keine Lösung. Die unglaublich gestiegene Zahl allein erziehender Eltern, verschärft die Situation.

Niemand wird dumm geboren. Dummheit festigt sich durch Nicht-Wissen. Klugheit durch Kenntnis. Kenntnis z.B. über Werte und Grenzen; aber auch über Motivation und Teamfähigkeit. Jemandem seine Grenzen aufzeigen ist genauso wichtig, wie jemandem zu sagen, wie gut er ist. Aber wenn zu wenig Eltern, Lehrer, Ausbilder und Arbeitgeber, diese Leistungen ausreichend erbringen, wird es schwierig. Denn aus der Jugend werden wieder Eltern, Lehrer, Ausbilder und Arbeitgeber. Der Teufelskreis schließ sich. Kein Wunder – professionelle Konfliktklärer haben heute Hochkonjunktur. Denn die Versäumnisse der Vorzeit kosten die Unternehmen Millionen.

Bitte – ich bin nicht frustriert, aber geschockt und fürchterlich enttäuscht. Dennoch oder gerade deswegen, werde ich den Blog noch eine ganze Weile stehen lassen, weil natürlich in den vergangenen zehn Jahren eine Menge Wissen zusammen getragen wurde, was dem ein oder anderen Besucher, der sich wohlwollend hierher verirrt hat, nützlich sein kann. Ich danke allen Lesern, Werbetreibenden, und engagierten Menschen – für ihre Unterstützung, ihr Interesse und ihre Zuneigung.

Bleiben Sie mir wohlgesonnen, respektvoll und wertschätzend!

Herzlichst: Det Mueller

Kämpfen Sie für diese Kampagne !

Das SPD-geführte Bundesumweltministerium (BMUB) initiierte und präsentierte in den letzten Wochen eine tolle Kampagne unter dem Motto „Neue Bauernregeln“, um auf die Missstände in der industriellen Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Tier- und Umwelt aufmerksam zu machen. Es sollten in 70 Großstädten Plakate aufgehängt werden, die die neuen Bauernregeln in Form von Sprüchen zeigen, wie z.B. „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“.

Leider wurde diese humorvolle Plakat-Aktion von Bundesministerin Hendricks (SPD) aufgrund großer Gegenwehr seitens vieler Bauern und vor allem Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wieder zurückgezogen.

Viele sind der Meinung, jeder sollte die Plakate sehen, denn sie zeigen nur die Wahrheit auf. Es ist sehr schade, dass die Landwirtschaftsindustrie offenbar so viel Macht hat und selbst ein anderes Ministerium so massiv unter Druck setzten kann. Der beginnende Wahlkampf zeigt sich auch hier deutlich.

Setzen Sie die Lobby unter öffentlichen Druck und kämpfen Sie für diese soziale Umwelt-Kampagne! Das geht ganz einfach auf Change.org hier

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Ecodesign: Der Wettbewerb

Noch bis zum 10. April 2017 können Sie sich online um den Bundespreis Ecodesign 2017 bewerben!

Der vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt ausgelobte Bundespreis Ecodesign ist die höchste Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. Er zeichnet nachhaltige und herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus. Gestalterische und ökologische Aspekte werden gleichwertig bewertet…

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Bleibt Gemüse unbezahlbar?

Im Moment sieht es so aus, als ob die Preise für Gemüse aus Südeuropa für viele Menschen unbezahlbar bleiben würden. Das ist aber nicht auf Dauer der Fall, sondern nur das Ergebnis ausgefallener Ernten. Hochwasser, Fröste und massive Schlechtwettereinbrüche waren die Ursache. Verbraucherzentralen beruhigen deshalb, – etwa ab April werden sich die Preise wieder normalisieren. Zudem verweisen sie auf unsere heimischen Gemüse und Obstsorten. Der Renner der Saison ist momentan Rote Beete und was damit machen, bzw. warum sie so gesund ist – lesen hier bei Friederike Feil.

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Die Goodbag

Mit der Goodbag, einer intelligenten Einkaufstasche, möchte auch das Berliner Startup ‚Bonsum‘ Plastiktüten zukünftig aus unserem Alltag verbannen.

Die Goodbag ist die erste Einkaufstasche die misst, wie viele Tonnen Müll und CO2 durch ihren Einsatz eingespart wurden und mit jedem Einsatz ein Stück Regenwald rettet. Vorgestellt wurde die Produktneuheit gerade auf der größten internationalen Bio-Messe, der Biofach in Nürnberg.

Die Tasche ist sowohl für Endverbraucher als auch für den Handel, ein neues interessantes Instrument zur Förderung des umweltfreundlichen Einkaufens.

Weitere Infos auf der Homepage.

Bleiben Sie wertschätzend | Det Mueller

 

 

Institut für Klärungshilfe Köln: Neue Ausbildungsrunde beginnt im Juni

Konflikte sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und leider eher die Regel als die Ausnahme. Das gilt auch und besonders für den Arbeitsplatz. Wer gelernt hat, wie man damit umgehen kann, ist meist Psychologe oder Mediator. Allerdings können seit vielen Jahren auch Menschen mit anderen Berufen eine hochqualifizierte Ausbildung zum ‚Zertifizierten Klärungshelfer‘ über 30 Ausbildungstage – verteilt auf etwa 2 Jahre – absolvieren.

Berufliche Konflikte zwischen Menschen zu klären ist ein Handwerk, das man lernen kann. Allerdings erfordert es eine sehr strukturierte Vorgehensweise, um als Berater den Überblick im Gefühlswirrwarr nicht zu verlieren und der Komplexität zwischenmenschlicher Störungen in einem Team gewachsen zu sein. Die von Dr. Christoph Thomann entwickelte Klärungshilfe ist ein strukturierter Prozess und eine fehlertolerante Methode, und eignet sich besonders zur Klärung beruflicher Konflikte in Unternehmen auf allen Hierarchieebenen.

Die Ausbildungen werden veranstaltet und durchgeführt vom IfK, Institut für Klärungshilfe in Köln. Im Juni beginnt die neue Ausbildungsreihe, erstmalig mit 7 Ausbildern. Es sind noch einige, wenige Plätze frei.  Wer sich beruflich dafür interessiert, findet alle wichtigen Informationen auf der Homepage des IfK.

Bleiben Sie wertschätzend und nicht wertend | Det Mueller

Handverlesene Jobs in Berlin und Umgebung

Gesine Herrmann aus Berlin hatte eine gute Idee: handverlesene Stellen in Bildung, Kultur & NGOs für Berlin und Umgebung herausfinden und anbieten, die (potenziell) Sinn haben und Spaß machen. Die Stellen richten sich an Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler*innen mit abgeschlossenem Hochschulstudium und Menschen mit vergleichbaren Qualifikationen, die vor allem inhaltlich, koordinierend oder leitend tätig werden möchten.

Gesines Jobtipps ist für alle komplett kostenfrei: Jobsuchende, die Stellen recherchieren und Arbeitgeber*innen, die auf passende Ausschreibungen hinweisen möchten. Sie finanziert ihr Angebot über freiwillige Zahlungen.

Website Gesines Jobtipps

Bleiben Sie wertschätzend, erst recht jetzt | Det Mueller

10 Urlaubsanregungen für Foto-, Wander-, oder Bootsferien in Deutschland

Wenn Du noch wach im Kopf bist und auch bei deiner Urlaubsplanung ein klein wenig an Nachhaltigkeit und Umweltschutz denkst, verbietet sich häufiges Fliegen von allein. Ob Kurzferien oder 3-Wochen, Deutschland ist klasse und schön – hier mal 10 Anregungen für Ferien in der Heimat und Orte, die man nie mehr vergessen wird:

01_Mecklenburgische Schweiz: Wasser ohne Ende.
Wie Huckleberry Finn über den Mississippi schippern geht nur in Amerika? Falsch gedacht – so weit musst du gar nicht reisen, um das ultimative Aussteigergefühl zu spüren. Im Nordosten Deutschlands erstreckt sich die Mecklenburgische Seenplatte, die nicht bloß für angehende Floßabenteurer ein Erlebnis ist, sondern sich auch wunderbar auf ruhigen Fahrradtouren von Land aus bewundern lässt. Übrigens: Das Peenegebiet ist für Hausboote führerscheinfrei! Info

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VW: Wir wollen weltweit führender Anbieter im Bereich der nachhaltigen Mobilität werden

Wer Dreck am Stecken hat, muss Gas geben: Ich weiß nicht, ob sich auch bei VW korrupte Strukturen halten und wie anderswo in Deutschland wieder einmal miese Firmenchefs mit riesigen Boni ‚belohnt‘ werden und geldgeile Aktionäre nur daran interessiert sind ihre Erträge abzuschöpfen, jedenfalls versucht die Gruppe weiter E-Autos auf den Markt zu bringen und arbeitet verstärkt am Hauptproblem  – dem Ausbau der Ladestationen in Deutschland. Dazu gab es heute diese Pressemeldung:

Der Volkswagen Konzern steigt bei der  eRoaming-Plattform Hubject GmbH als Gesellschafter ein. Mit der strategischen Beteiligung an dem Berliner Unternehmen will Europas größter Autobauer ab Anfang 2017 die digitale Vernetzung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie die Expansion und Internationalisierung der Hubject GmbH gemeinsam mit den Gründungsgesellschaftern weiter vorantreiben…

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Umweltbuch des Jahres: „Politik der Zukunftsfähigkeit“ kritisiert den Mangel an langfristigem Denken

Der Professor für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke, Dr. Reinhard Loske setzt sich für eine „Nachhaltigkeitswende“ ein. Sein Buch „Politik der Zukunftsfähigkeit“  ist das Umweltbuch des Jahres 2016. Die Auszeichnung geht jährlich an ein oder mehrere Bücher, die im Laufe des Jahres die nachhaltigste Wirkung auf das Umweltbewusstsein in Deutschland entfaltet haben…

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