Lohas Dämmerung: Marketing und Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder Jobverlust? Was Nieten in Nadelstreifen auch 2012 immer noch bewirken

Eine kleine feine, aber bekannte Unternehmensberatung aus Berlin, spezialisiert auf das Zusammenführen von Unternehmen und Nachhaltigkeit, sprach vor 2 Monaten auf dem Blog ihrer Website mit deutlich aggressivem Unterton aus, was manch anderen schon gelegentlich quälte:

„Der Unterhaltungswert dessen, was da an Nachhaltigkeitspreisen und Gutmenschen-Awards ausgelobt wird, um PR-Anlässe zu schaffen, ist noch geringer als der des Dschungelcamps. In immer neuen Websites und Weblogs wird der grüne Lifestyle beschworen und unterhält man sich über die welt-rettende Bedeutung des Wassersparens beim Zähneputzen. Der Nachhaltigkeitsklerus ist fest etabliert in unserem Land und er pflegt seine Communities sehr effektiv.“

Was wie bittersüßer Zynismus klingt, soll wohl auf die Tatsache verweisen, dass in der Tat viel schöngeredet wird, aber immer noch viel zu wenig getan. Oder, was ich viel schlimmer finde, kleine ‚grüne Erfolge‘ werden an die große PR-Glocke gehängt, um viel größere Sünden zu vertuschen. Gestern bekam ich, wie fast täglich eine Pressemeldung. Die Firma will ich gar nicht nennen, sie ist austauschbar, aber die Meldung beschreibt genau dieses Phänomen…

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Gar nicht so schwer, einfach zu sein, sagte das ‚Innere Team‘ und lachte…

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‚Vor allem, lebe dein Leben und lass Dinge geschehen, die dein Leben verwandeln.‘

Wenn man selbst einen bestimmten Lebensstil immer deutlicher und konsequenter lebt, werden diese Themen privat wie im Beruf immer wichtiger und bestimmender. Das Feuer brennt dafür und die Leute, die man kennenlernt, haben meist auch mit diesen Themen zu tun. Und das ist gut so. Von Friedrich Nietzsche stammt die Überlegung „Wenn man lange in einen Abgrund schaut, schaut der Abgrund auch in einen„. Also drehen wir es doch alle gemeinsam um! Wenn Du lange das Glück angesehen hast, blickt das Glück aus Dir! …

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Lohas Kritik als Buch: Kathrin Hartmann

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Wenn das Männermagzin GQ in seiner Printausgabe tatsächlich auch die neueste Entwicklung aus dem Hause Porsche als Eco Car anpreist, dann kann einem wirklich schlecht werden. Der Porsche Panamera spuckt mit Turboaufladung 286 Gramm CO2 pro Kilometer aus dem Auspuff, also mehr als die doppelte Menge, die die EU in ihrer Abgasverordnung als Obergrenze festgeschrieben hat.

Solche menschenverachtenden Marketingentscheidungen, muss man nicht gedankenlos hinnehmen. Allerdings gibt es davon immer weniger und deswegen verstehe ich das Buch der früheren Stern Neon Redakteurin Kathrin Hartmann auch nicht so ganz, die sich nämlich in „Ende der Märchenstunde“ offenbar heftig darüber echauffiert, dass die ganze LOHAS Bewegung eine reine Augenwischerei sei…

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Die Generation LOHAS nimmt den Bio-Möbeln den Mief: Das Projekt Laras Loft!

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Wenn ein professionelles Fotomodell eine neue Wohnung einrichtet, hat jeder eine ziemlich konkrete Vorstellung. Aber wenn ein hübsches Modell nicht nur irgendeine Glamor-Einrichtung will, sondern eine nachhaltige Gesamtinszenierung, dann sind wohl die meisten klugen Leute sprachlos, weil ihnen zu dieser Kombination so gar nichts einfallen will!

Dabei ist das heute für die „Generation LOHAS“ eben überhaupt gar kein Problem. Im Gegenteil: LOHAS bedeutet auch Luxus mit Nachhaltigkeit! Und nicht nur Bio-Gemüse oder ökorrektes Schuhwerk. Genau da scheiden sich die „Grünen Geister“, von denen noch der alte Hauch aus vergangenen Jahrzehnten leicht grünkohlig ´rüberweht. Nur damit bekommt man weder potente Kunden, noch ein modernes Image! Jedes soziale Engagement sollte aus meiner Sicht als erfahrener Werbeprofi, unbedingt zeitgemäß kommuniziert werden – egal ob es sich dabei um Umweltschutz, Tier- und Artenschutz oder Menschenschutz handelt. Denn all das, mit seinen tausend Facetten steckt auch grundsätzlich im Wesen von LOHAS und ist es selbstverständlich wert, ansprechend präsentiert zu werden…

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Endlich: Berufsverband der Designer (AGD) entwickelt „Charta für Nachhaltiges Design“.

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Designer haben eine besondere Verantwortung: Sie beeinflussen ihre Auftraggeber und bestimmen mit, in welcher Form Produkte auf den Markt kommen, wie hoch der Materialverbrauch in der Produktion ist, wie wiederverwertbar und abbaubar, wie langlebig und benutzerfreundlich das designte Objekt ist. Designer beraten ihre Auftraggeber über die zu verwendenden Materialien und haben dadurch auch großen Einfluss darauf, ob sozial gerechte Arbeitsbedingungen gefördert oder ausbeuterische und gesundheitsgefährdende Produktionsprozesse genutzt werden. Schließlich hat gutes Design die ökonomische Leistungsfähigkeit des Endprodukts im Blick…

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Nachfolger der Emotionalen Intelligenz: „Ecological Intelligence“.

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MvM_a touch of lies | © 2009 Mario van Middendorf

„Bio-„, „Öko-“ oder „natürliche“ Produkte im Einkaufswagen – und die Welt wird heil? Der Psychologe und Wissenschaftsautor Daniel Goleman hat eine ernüchternde Antwort: Kein industriell hergestelltes Produkt verdient den Namen „umweltfreundlich“, so das Credo, das er in seinem Buch „Ecological Intelligence“ zieht. Goleman, Autor des Bestsellers „Emotionale Intelligenz“ wirbt darin um einen kritischen Blick auf die Welt der (vermeintlichen) Öko-Produkte. Denn in ihr ist bei weitem nicht alles das, was scheint oder sein könnte…

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Lohas: Chance zur neuen Verabredung der Geschlechter?

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MvM_Beach | © 2009 Mario van Middendorf auf Flickr

Paul Ray, amerikanischer Soziologe und „Erfinder“ des LOHAS Gedankens, den er seinerzeit (2000) noch mit dem Label der „Kulturell Kreativen“ belegt hat (der Marketingbegriff Lohas entstand später), hat vor allem die Frauen zu den Protagonisten dieser gesellschaftlichen Veränderungsbewegung erklärt und sieht in der Mehrzahl Frauen an der Spitze der LOHAS-Bewegung…

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Lohas Community: Das Geld und die Einstellung.

„Der Begriff LOHAS ist umstritten, da manchen Kritikern die Verknüpfung von bewusstem, oft hochwertigem Konsum mit Nachhaltigkeit zweifelhaft erscheint. Einige Vertreter der traditionellen Umweltbewegung sehen darin den Versuch, dem Konsumismus (übersteigertes Konsumverhalten) ein neues, zeitgeisttypisches Image zu geben. Andere dagegen loben die neue Macht von „Moralisten“. Sie sehen einen gut vernetzten, globalen Trend, der durch bewussten Konsum und Verzicht Druck auf die Industrie ausüben könne.“ (Wikipedia)

In diesen und ähnlichen Definitionsversuchen steckt immer wieder auch der Vorwurf, der Lebensstil Lohas sei nur etwas für Wohlhabende. Um es deutlich vorweg zu nehmen: Eine solche Verallgemeinerung ist schlichtweg Unsinn!

Richtig ist allerdings, dass viele ökorrekte Produkte teurer sind als herkömmlich produzierte Waren. Jeder denkende Mensch sollte sich vorstellen können, warum das so ist…

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LOHAS: Ein Perpetuum Mobile?

Immer noch kann man häufig bei Journalisten eine eher kritische bis ablehnende Haltung gegenüber LOHAS Aktivitäten spüren und in ihren Artikeln herauslesen. Allerdings gibt es ja Kreise, in denen Kritik grundsätzlich als Qualitätsfaktor gilt und Zustimmung eher als Schwäche. Und so richtig contra können sie ja nicht sein, denn es geht um die Welt. Also suchen sie sich gerne Schlupflöcher, um doch ein bisschen rumzustänkern, in der vermeintlich heilen LOHAS Welt…

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