Die Kunst des Schmiedens mit Damaszener-Stahl: Frank Horch und die Eisenherz-Schmiede

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Eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch: Eine historische Schmiede wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Dorf Prisser bei Dannenberg erbaut. Sie gehörte der Familie Groth, die über fünf Generationen das Schmiedehandwerk dort ausübte. Das alte Gebäude war schließlich vom Abriss bedroht und wurde 1987 in das Rundlingsmuseum nach Lübeln umgesetzt – mitten im schönen Wendland.

Hier erwachte die alte Schmiede mit rekonstruierter Einrichtung zu neuem Leben und wird von dem Künstler Frank Horch beinahe täglich genutzt. Er produziert in Handarbeit und mit einem Aufwand von etwa 80 Stunden pro Unikat, hochwertige Damaszener-Klingen und manuell hergestellte Griffstücke aus verschiedenen Materialen. Mooreiche oder Kunstharze mit Intarsien oder eingelegten Objekten sind äußerst beliebt…

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Eigenes Rad aus Bambus bauen

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BAM Original: Die Jungunternehmer bieten in München und in Ingolstadt Workshops für maßgeschneiderte Fahrradrahmen aus Bambus an. Hier hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seinen eigenen, individuellen Fahrradrahmen an einem Wochenende zu bauen. Das alles ist auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse möglich. Neben Bambus, als nachwachsendem Rohstoff, ist es besonders die Individualität der Fahrradrahmen die für eine hohe Produktbindung und Bewusstheit sorgen.
Weitere Infos hier auf der schönen Homepage von BAM

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3 einfache Tricks für mehr innere Zufriedenheit

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Jeder von uns kennt das und ich selbst nur zu gut: Ob im Beruf, in der Beziehung oder auch beim Freizeitvergnügen – wenn ich länger irgendetwas nicht gemacht habe, überfällt mich eine Art ‚Mut der Verzweiflung‘ und äußert sich in Aufbäumen:

„So, jetzt aber – jetzt werde ich alles nachholen. Ich spüre meine Energie und könnte Bäume ausreißen. Ich gehe heute zum Joggen. Ich werde die Fenster putzen. Ich werde mit meiner Frau heute Abend ins Kino gehen. Und ich werde zwischendurch noch Peter anrufen. Klar, Tanken muss ich auch noch, kann bei der Gelegenheit gleich Einkäufe erledigen.“

Na toll, aber so wird das nix!  Wenn wir zu schnell zu viel wollen, aktivieren wir unsere inneren Widerstände gegen zu große Veränderungen. Gar nichts wird sich ändern! Bis auf die innere Zufriedenheit. Die wird schlechter. Aber all das läßt sich ziemlich einfach ändern, achtet man auf drei kleine Tricks…

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8 Gründe, warum man Liebe lernen kann

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Wieder einer, der schnell vor Jahresende an unser Geld will, um das ‚Weihnachtsgeschäft‘ mal eben mitzunehmen? Nein!!! Das ich jetzt Ende November über dieses Buch ‚LIEBE LERNEN – FÜR PAARE UND SINGLES‘ berichte, ist allein meine Schuld, oder besser meine Faulheit. Markus Klepper, recht bekannter und sehr geachteter Psychotherapeut aus Freiburg, hatte mir schon im Frühsommer sein Buch geschenkt, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen, es früher zu lesen.

Und das, obwohl wir bald 12 Jahre befreundet sind. Da hatte ich nämlich ein Seminar besucht, das er dreimal im Jahr zum Thema ‚Persönlichkeitsentwicklung‘ abhält [One-Next-Step]. Aber jetzt lüften wir erstmal die Geheimnisse der Liebe…

 

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Die Insolvenzabwender: Team U

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Scheitern als Lernchance

Attila von Unruh, ist der Mann, der vor einigen Jahren selbst in Insolvenz ging, sich aber aufrappelte, aus der Not eine Tugend machte und ein zunächst kleines, beratendes Sozialunternehmen in allen Fragen rund um die Insolvenz etablierte. Diese Firma ist gewachsen und kräftig geworden. Gemeinsam mit einem starken Team werden jetzt alle Aktivitäten unter einem neuen Dach – ‚TEAM U‘ – gebündelt und angeboten. Von den weiterhin kostenlosen und sehr beliebten Gesprächskreisen in vielen Städten Deutschlands, bis hin zur kompetenten Unternehmensberatung…

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Finde Deinen Weg – gerade dann, wenn die Welt verrückt spielt

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Ehrlich gesagt, hab ich noch nicht so richtig in meinen Blog zurückgefunden. Die Nachrichten der letzten Wochen drehen sich in meinem Kopf. Die eskalierende Flüchtlingsproblematik etwa, mit ihren völlig verqueren ‚Randerscheinungen‘ oder ‚Nebenwirkungen‘ aus Politik und Bevölkerung, die immer gleichen und doch seit Jahren immer noch notwendigen Appelle zur Rettung des Regenwaldes, bedrohter Tierarten oder indigener Völker, die Lebensmittellügen, die Politikerlügen etc. etc. – Sie wissen was ich meine; dazu ureigene, regionale Probleme hier bei uns in Köln, die sich auch jedes Jahr wieder neu ereignen – mehrere tote Rheinschwimmer und zahlreiche getötete Passanten durch Innenstadtraser – eine bornierte Spezies, die alle Warnungen, Mahnungen, Verbote und Opfer ignorierten. Traurig: Köln hat die Hauptstadt abgelöst, was die Führung im Geflecht Unfalltod – Raserei angeht. Beschämend. Macht wütend und hilflos.

Es scheint die Spirale von Dummheit und Ignoranz schwinge sich auf zu neuen Höhenflügen. Auch international.

Wenn ich eine Situation nicht lösen kann oder sie nicht so annehmen kann, wie sie ist, dann bleibt mir nur eine einzige Option: Die Situation verlassen, um mich selbst nicht vollkommen daran aufzureiben. Einen Schritt zurücktreten, Abstand gewinnen, downshiften. Nachdenken. Für mich klappt das gut in der Natur. Mit meiner Frau war ich gestern im ‚Bergischen Land‘ – dem Garten von Köln. Er berührt zwar fast unsere Stadt, dehnt sich aber gut 100 Kilometer nach Nord-Osten aus. In der Gegend um Nümbrecht gab es viel zu sehen, zu entdecken, zu genießen. Kleine Auszeiten am Rande des Alltags und vorallem, am Rande des Mainstreams. Kann ich nur empfehlen, denn ähnliche Schätze gibt es überall in Deutschland. Man muss sich nur auf den Weg machen…

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Gib dem Guten in Dir eine Chance

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Eigentlich hatte ich mir vergangene Woche wieder vorgenommen, über möglichst viel Gutes zu berichten. Aber es kam nichts. Außer Sonne. Mit gestern 36°C in Köln, war das für meinen Geschmack schon viel zu viel. Aber nicht nur das.

Wenn einer seine Hemmungen verliert und etwa gegen eine Hauswand pinkelt, finden sich sofort zehn weitere, die es ihm gleich tun. Sepp Blatter hat über Dekaden gegen alle möglichen Hauswände gepinkelt und fand sich selbst unantastbar. Im Schatten warten jetzt schon die anderen Hemmungslosen, die seinen üblen Gestank weiter verbreiten werden. Egal in welcher Disziplin.

Indonesiens Präsident Joko Widodo etwa, hat bei seinem Amtsantritt 2014 versprochen, den Regenwald zu schützen und die Indigenenrechte zu achten. Doch nun will er in der Provinz Papua weitere 1,2 Millionen Hektar Regenwald und das Land der Urbevölkerung für Agrarplantagen opfern. Sie könnten jetzt eine Petition unterzeichnen, die das Vorhaben – na sagen wir mal – verschiebt. Ob es wirklich hilft, ist fraglich.

Aber ist es nicht unsere Aufgabe es dennoch immer wieder zu versuchen? Ähnlich dem Sisyphos. Sie wissen schon, jenem Kerl, der zur Strafe von den Göttern verdammt einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen musste, der, fast am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollte. Sinnloses Tun nennen wir deshalb Sisyphos-Arbeit. Griechenland schuldenfrei zu machen gehört wohl dazu? Und wenn die Grünen jetzt auf der Zugspitze hocken und ein Banner für die G7-Teilnehmer hochhalten, dass das Wasser des Meeresspiegels irgendwann bis dorthin reichen würde, würden wir unser Leben nicht grundlegend ändern – was ist das?

Aber eben doch, sind wir Menschen von Hoffnung, Selbstmotivation und Mut angetrieben, es wieder und wieder zu versuchen. Mit uns, mit der Welt oder mit der Liebe. Und zuweilen haben wir sogar Erfolg. Peng! Manchmal mögen wir es selbst nicht glauben und sagen dann voreilig, wir hätten einfach nur Glück gehabt. Aber so geht Leben. Es ist ein Lotterie-Spiel und trifft jeden Menschen. Ob man mit Geld nachhilft oder nicht. Mal hoch mal runter. Mal Sonne mal Regen. Entscheidend ist die eigene Einstellung. ‚Leck mich am Arsch‘ oder ‚Wow – da mach ich mit‘, resignieren oder aufbäumen – jeder Mensch hat die Wahl. Jeden Tag neu. Ein Leben lang. Against all odds. Viva la Vita!

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Foto © Mario van Middendorf ‚fern and feathers‘

Eine feine Geschichte zu Eile und Problemlösungen

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„Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

Beppo Straßenkehrer blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedesmal, wenn man aufblickt, sieht man, daß es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluß ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, daß man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“ Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

Michael Ende [Auszug aus ‚Momo‘]

Michael Ende starb 1995 in Filderstadt. Seine Werke: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (1960) | Jim Knopf und die Wilde 13 (1962) | Momo (1973) | Das Traumfresserchen (1978) | Die unendliche Geschichte (1979) |Das Gauklermärchen (1982) | Der Spiegel im Spiegel (1983) | Der Wunschpunsch (1989)

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