Alles Gute hat einmal ein Ende: dieser Blog ruht jetzt

 

Der Lohas-Blog wurde im Mai 2017 tolle 10 Jahre alt!

Danke dafür, denn ohne viele Leser war das gar nicht möglich.

Allerdings: Das technische Konzept von damals hat sich zwischenzeitlich selbst überrannt. Aber für ein neues fühle ich mich zu müde. Und ganz ehrlich – ich habe auch keine rechte Lust mehr. Dafür gibt es zahlreiche Gründe; es ist sicher nicht nur eine Laune.

Die Radikalisierung der Zivil-Gesellschaft und die weltweiten tragischen Veränderungen in der Politik spielen für meine Entscheidung eine wesentliche Rolle.

Was nutzen einem Land Tausende, die für Gutes demonstrieren, wenn tagtäglich ebenso Tausende aktiv daran teilnehmen Gesetze zu missachten oder zu missbrauchen?

Etwa von der rücksichtslosen Verweigerung Rettungsgassen auf Autobahnen zu bilden bis hin zur miserablen Erziehung und Ausbildung unserer Kinder. Ein großer Bogen und doch gehören die Dinge direkt zusammen. Respekt und Achtung lernt man von den Menschen, die einen in jungen Jahren begleiten und ‚ausbilden‘. Was hier versäumt wird, rächt sich Jahre später extrem brutal. Anders kann ich mir diese bisher unvorstellbare Massenteilnahmslosigkeit einer offenbar Null-Bock-auf-Nichts-Erwachsenen-Gesellschaft nicht erklären. Die Politik redet von ‚Verrohung der Gesellschaft‘. Somit wäre eine Schublade gefunden, aber natürlich keine Lösung.

Niemand wird dumm geboren. Dummheit festigt sich durch Nicht-Wissen. Klugheit durch Kenntnis. Kenntnis z.B. über Werte und Grenzen; aber auch über Motivation und Teamfähigkeit. Jemandem seine Grenzen aufzeigen ist genauso wichtig, wie jemandem zu sagen, wie gut er ist.

Bitte – ich bin nicht frustriert, aber geschockt und fürchterlich enttäuscht. Dennoch oder gerade deswegen, werde ich den Blog noch eine ganze Weile stehen lassen, weil natürlich in den vergangenen zehn Jahren eine Menge Wissen zusammen getragen wurde, was dem ein oder anderen Besucher, der sich wohlwollend hierher verirrt hat, nützlich sein kann. Ich danke allen Lesern, Werbetreibenden, und engagierten Menschen – für ihre Unterstützung, ihr Interesse und ihre Zuneigung.

Bleiben Sie mir wohlgesonnen, respektvoll und wertschätzend!

Herzlichst: Det Mueller

 

 

 

Wachsen mit Fröhlichkeit

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Ein Engländer rettet Kinder in Australien vor dem Tod durch einen angreifenden Hai. Sein englischer Arbeitgeber – ein Sozial-Unternehmen – kündigt ihm, denn er war krank geschrieben und hätte gar nicht in Australien sein dürfen. Franziskus, der neue Papst, ist noch gar nicht im Amt, da fällt die Presse bereits über ihn her, wegen angeblicher Verfehlungen vor über 30 Jahren in Argentinien. Und die Bäckerin antwortet heute früh auf meine Frage »Wie gehts?« launisch mit «Es muss«. Drei Beispiele, die auch völlig anders hätten ausgehen können. Aber jeder nutzt einen neuen Tag auf seine Art, und ich hoffe Sie machen es besser. Denn ein Leben dauert nicht ewig und jeder Tag ist kostbar. Wenn Sie die positive Sichtweise lesen wollen – dann bitte…

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Ein satirischer Wochenrückblick: Rücktritte, Abschiede, Übertritte

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Bei uns in Köln tobte der Karneval und fand mit dem Rosenmontagszug seinen Höhepunkt. Eine Million Jecken ließen sich auch von sehr frostigen und sonnenlosen Temperaturen nicht abhalten, die 8,5 km lange Strecke von »nicht-fair-gehandelten« Bonbons zu befreien. Der Rhein reagierte frustriert und trat spontan heftig über seine Ufer (Foto: Köln Rodenkirchen). Frau Schavan trat nicht über ihre Ufer sondern zerknirscht ab, nachdem Mutti Merkel ihr das Vertrauen des eigenen Machterhalts entzogen hatte und eine hübschere Nachfolgerin präsentierte…

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Streitfrage: Was bedeutet Dir Dein Leben?

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Gerade läuft ein neuer Film an -, er heißt »2013« und jeder Mensch auf diesem Planeten spielt mit. Eine Hauptrolle, eine Nebenrolle oder als Statist – egal, wir sind ja eigentlich alle gleich. Eigentlich. Aber mit dem Gleichsein ist es so eine Sache. Besonders vor den Augen der Kirche und zuweilen sogar vor dem Gesetz. Schon als Kinder lernten wir selbst – aus Gottfried Kellers Büchlein »Kleider machen Leute«-, dass es offenbar günstiger für das Leben sei, sich von anderen zu unterscheiden und nicht mit der Masse zu schwimmen. Extravagante Kleidung, ein individualisiertes Fahrzeug, eine ungewöhliche Karriere – nichts bleibt ein Leben lang unversucht, um blos nicht zu sein, wie die anderen. Schwarmverhalten bringt einigen Arten große Vorteile, dem Menschen offenbar eher nicht. Tritt er in Schwärmen auf, gibt es meist Ärger oder wird vielen zum Verhängnis – etwa im Krieg oder beim Glaube. Wobei der eine oftmals Auslöser für den anderen war…

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